Saar-”Tatort”: Nosbusch als Notlösung?

Der Neustart des Saarbrücken-”Tatorts” ist dem Saarländischen Rundfunk ordentlich missglückt. Die letzte Folge “Eine Handvoll Paradies” holte zwar den obligatorischen Tatort-Tagessieg, liegt allerdings weit hinter den Krimis der anderen ARD-Anstalten. Bei Zuschauern und Presse floppte der Striesow-Streifen komplett. Nun soll Désirée Nosbusch das angeknackste Image des SR-”Tatorts” aufpolieren, wie die Bild berichtet. Die Schauspielerin soll den vierten Krimi produzieren und auch selbst mitspielen.

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Die Ex-Frau von Ex-”Tatort”-Ermittler Mehmet Kurtulus alias Cenk Batu soll laut Bild-Informationen eine Ermittlerin aus Luxemburg spielen. Der Deal mit dem SR umfasst offenbar auch die Produktiond des vierten Striesow-Krimis durch ihre Firma Deal Productions.
Selten wurde ein "Tatort" vorab mit so viel Kritik überschüttet, wie "Eine Handvoll Paradies". Matthias Hannemann schrieb für die FAZ: "Mit dem zweiten Fall wird die Akte Stellbrink für den Sender offenbar zu einem Problem." Der Kommissar sei "eine peinliche Schießbudenfigur, mehr würdelos als kauzig, mehr dümmlich denn liebenswürdig – und unglaubwürdig, das ist das Schlimmste."
Die Bild nennt den Tatort gar "unerträglich", "unverständlich", "unglaubwürdig" und "unwitzig". Der Fall sei nicht zu retten. Und das Boulevard-Blatt legt nach, fragt: "Warum ist der Tatort von der Saar so schwach?" Nach den "Ermittlungen" der Bild das Grundproblem: "Der Saar-Tatort soll lustig sein. Doch der finnische Regisseur Hannu Salonen (40) hat zuvor nie Komödien gedreht. Mit Hauptdarsteller Striesow bildet er eine unbeirrbare, beratungsresistente Einheit." Die Bild weiter: "Alle wissen, dass Salonen es nicht kann." Zudem fehle dem SR das Geld, neben Striesow weitere hochkarätige Schauspieler zu verpflichten, und musste beide bisherigen Fälle an einem Stück filmen.
Der SR scheint sich die heftige Kritik offenbar zu Herzen zu nehmen. Im Gegensatz zu Striesow gilt Nosbusch als konservative Schauspielerin. Ein offizielles Statement des Senders dazu gibt es noch nicht.

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