RTL Group kündigt zweiten Börsengang an

Die Bertelsmann AG will erstmals die RTL Group auch an der deutschen Börse notieren. Dadurch verspricht man sich einen signifikanten Anstieg des Streubesitzes der Sendergruppe. Bertelsmann will weiterhin mehrheitsbeteiligt bleiben, den Eigenanteil von derzeit knapp 93 Prozent aber auf höchstens 75 Prozent reduzieren. Bisher waren RTL-Aktien nur an der Börse Luxemburg und der Euronext Brüssel notiert. Bertelsmann will die Erlöse für Zukunftsinvestitionen nutzen.

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Noch vor der Sommerpause soll die RTL-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse platziert werden. An der Sendergruppe sollen sich voraussichtlich nur private und institutionelle Anleger aus Deutschland und Luxemburg beteiligen können. Für Institutionelle Anleger aus anderen Ländern sei vorgesehen, Beteiligungen durch Privatplatzierungen möglich zu machen.
Laut einem Bericht des RTL-Nachrichtensenders n-tv fließt der Sendergruppe selbst kein Geld zu. Mit den Erlösen aus dem Börsenhandel will Bertelsmann in Neugeschäft investieren, teilt die dpa mit. Bertelsmann hatte entsprechende Pläne bereits Anfang Februar bestätigt, worauf die RTL-Aktie prompt an Wert verlor.
Bertelsmann besitzt neben dem Fernsehgeschäft noch die Geschäftssäulen Buch (Random House), Zeitschriften (Gruner + Jahr), Dienstleistungen (Arvato) sowie Druck (Be Printers). Der Konzern ist weltweit in über 50 Ländern aktiv und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 16,1 Milliarden Euro.

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