Tim Cook entschuldigt sich bei China-Kunden

Der Apple-Vorstandschef leistet erneut Abbitte. Diesmal richten sich die demütigen Worte an die chinesischen Konsumenten. "Aus tiefstem Herzen" entschuldigt sich Tim Cook für die Bedenken und Missverständnisse, die Apple zuletzt habe entstehen lassen. Vorausgegangen war eine beispiellose Schmierenkomödie der chinesischen Medien gegen den Reparaturservice bei iPhones und iPads, der selbst von chinesischen Kunden mit Kopfschütteln quittiert wurde.

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Der Apple-Vorstandschef leistet erneut Abbitte. Diesmal richten sich die demütigen Worte an die chinesischen Konsumenten. "Aus tiefstem Herzen" entschuldigt sich Tim Cook für die Bedenken und Missverständnisse, die Apple zuletzt habe entstehen lassen. Vorausgegangen war eine beispiellose Schmierenkomödie der chinesischen Medien gegen den Reparaturservice bei iPhones und iPads, der selbst von chinesischen Kunden mit Kopfschütteln quittiert wurde.
Cook kuschte trotzdem – und wurde von der Börse dafür schwer verprügelt. Wieder einmal. Wird Tim Cook als der CEO in die Firmengeschichte Apples eingehen, der für alles eine Entschuldigung parat hat? Es sieht ganz danach aus: Nach dem Maps-Debakel hat der 52-Jährige nun schon wieder öffentlich Abbitte geleistet – und das erneut in einer demütigen Art und Weise, wie man sie  vom Vorstandschef des bis dahin wertvollsten Konzerns der Welt eher nicht erwartet hätte.
„In den vergangenen zwei Wochen haben wir viel Feedback zu unseren Reparatur- und Garantiebedingungen in China erhalten“, schreibt Cook in einem Offenen Brief auf der chinesischen Webseite von Apple.com. Man habe das Feedback „sorgfältig“ ausgewählt, erklärt Cook und gesteht schon wieder Fehler ein. Cooks Verneigung vor China: „Haben enormen Respekt“„Nachdem wir den Prozess eingehend studiert haben, erkennen wir an, dass einige Leute unseren Mangel an Kommunikation als arrogant oder als Zeichen werten, dass uns die Angelegenheit egal wäre und wir das Feedback nicht wertschätzen." Apple wolle sich daher „aus tiefstem Herzen“ bei seinen Kunden „für die Bedenken und Missverständnisse, die entstanden sind, entschuldigen.“Angesichts des wichtigsten Wachstumsmarktes der Welt, in dem Apple im Weihnachtsquartal immerhin 6,8 Milliarden Dollar seiner Umsätze erzielte, erscheint der PR-Schachzug von Tim Cook nachvollziehbar. Ausgelöst worden war die Debatte nach einer wochenlangen Schmierenkampagne in den chinesischen Staatsmedien, die Apples Reparaturservice und Garantiebedingungen anprangerten und den Techpionier als arrogant brandmarkten. Apple beeilte sich daraufhin, auf die Zweijahresgarantie von iPads hinzuweisen und die Austauschgarantien von Komponenten beim iPhone 4 und iPhone 4S zu verbessern. „Wir sind dankbar für das Feedback, das wir bekommen und haben enormen Respekt vor China. Unsere Kunden hier werden immer im Zentrum unserer Gedanken stehen“, verneigte sich Cook abschließend in seinem Entschuldigungsschreiben vor dem asiatischen Riesenreich.Apple-Aktie weiter im freien Fall und kurz vor neuen JahrestiefsAktionäre hatten genug gehört und drückten angesichts des erneuten Eingeständnisses der Schwäche wie schon vor einem halben Jahr beim Maps-Debakel reflexartig den Verkaufsknopf. Ob es auch an den Gerüchten um die Orderkürzungen beim iPad mini oder größeren Aktienverkäufen bei Fonds gelegen hat – man weiß es nicht mehr. Zumindest an der Wall Street sieht es weiter so aus, als könnte Apple nichts mehr richtig machen.Fest steht: Eine der schlechtesten Aktien des Börsenjahres 2013 macht zum Start des zweiten Quartals lückenlos dort weiter, wo es das erste beendet hat – in tiefer Sehnsucht nach tiefroten Kursen. Ergebnis: Nach zwei Monaten hat Apple auch wieder den Titel des wertvollsten Konzerns der Welt eingebüßt – folgerichtig.

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