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taz baut ihre Wochenend-Ausgabe um

Zum 34. Geburtstag der taz plant die linke Tageszeitung einen Umbau ihrer Wochenend-Ausgabe. Diese soll mit eigenem Namen und einer eigenen Aufmachung erscheinen und sich so, ähnlich wie die Sonntags-Ausgaben der Welt oder Frankfurter Allgemeiner Zeitung, als eigene Marke etablieren. Vor Kurzem erklärte taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch: "Hätte zum Beispiel die FAZ nicht ihre Sonntagszeitung, würde sie mit den gleichen Problemen kämpfen wie die Frankfurter Rundschau."

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"Im Gegensatz zum Wochentagslesemarkt ist der Wochenendlesemarkt noch einigermassen stabil", sagte Ruch im Medienwoche-Interview. Deshalb werde man künftig verstärkt auf das Wochenende setzen. In der Ankündigung zur neuen Wochenend-taz führt die Zeitung dies noch konkreter aus: Es gäbe immer mehr Menschen, die nur am Wochenende Zeit für eine Zeitung fänden. "Diese wachsende Gruppe können wir als taz nicht böse belehren: Na, so sollst du aber nicht lesen!", ist im Hausblog zu lesen. Und weiter: "Unsere Kunst muss darin liegen, an den richtigen Stellen etwas wegzulassen, die wahren Trends zu erkennen und in ihrer Analyse ausführlicher, frecher, tiefschürfender zu sein."
Daher soll eine kompakte Wochenzeitung entstehen. Wie die aussehen soll, ist nun im Hausblog der taz zu lesen. Ab dem 20. April erscheint die "taz.am wochenende". Montags bis Freitags wird auf dem Cover weiterhin "taz.die tageszeitung" zu lesen sein. Die Wochenendausgabe wird – wie bereits bisher auch – separat abonnierbar sein, soll sich nun aber auch stärker von der täglichen Ausgabe unterscheiden.
Auf den Seiten zwei und drei sollen kompakte Nachrichten mit einem großen Foto der Woche zu finden sein. Darauf folgen soll eine "ausgeruhte doppelseitige Reportage oder eine Recherche, exklusiv für die taz.am wochenende gefertig", ist zu lesen. Mit der Seite "Argumente" will man eine "andere Debatten-und-Meinung-Seite" bieten. Hierzu heißt es: "Mit Essayisten, die nicht zur taz gehören, einem Leitartikel und natürlich der üblichen taz-Meinungsmixtur, stilistisch vom Sprachbilderflorett bis zum wuchtigen Wortsäbel." 
Analysen, Interviews und Berichte sollen auf Seite acht zu finden sein, ebenso wie Grafiken und "zerlegte Zahlen". Zudem soll der Bereich "Fortschritt" künftig zwei feste Seiten erhalten. Das Motto der gesamten Wochenendausgabe werde sein: "Die Woche, die war, die Woche, die kommt." Weiter erhalten bleibt die sonntaz, die als zweiter Teil der Wochenendausgabe beigefügt ist und bereits seit längerer Zeit die magazinigeren Bereiche übernimmt und intern über eine eigene Redaktion verfügt.
"Sosehr wir die taz von Montag bis Freitag für mehr als notwendig halten – auf die neue taz.am wochenende freuen wir uns mit Leidenschaft!", schreiben die Verantwortlichen im taz-Hausblog. 

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