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iRadio: Apple arbeitet an Musik-Streaming

Willkommen bei Radio Cupertino: Apple plant offenbar den Start eines Musikstreamingdienstes nach dem Vorbild Spotify. Wie The Verge in Erfahrung gebracht haben will, gab es einen Durchbruch bei Verhandlungen mit der Universal Music Group und Warner Bros. Records, zwei der größten Musiklabels. Dabei dürfte es vor allem um die Tantiemen gehen, die der iPhone-Bauer künftig an die Konzerne abgeben muss. Gerüchten zufolge liegt die von Apple anvisierte Bezahlung weit unter der der Konkurrenz.

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Nach Informationen der New York Post will CEO Tim Cook nur sechs Cent für 100 gespielte Musikstücke an die Rechteinhabern weiterleiten. 12 Cent sind es beim US-Streamingdienst Pandora, bis zu 35 Cent für 100 Titel sind es bei Spotify. Dass Apple gute Chance hat, einen niedrigen Preis pro Titel zu zahlen, liegt an der massiven Verbreitung von iTunes, iPhone, iPad und iPod. Der Konzern aus Cupertino kann so auf Anhieb weitaus mehr potenzielle Abonnenten für einen Streamingdienst generieren als seine Konkurrenten. Das bedeutet gleichzeitig auch mehr Einnahmen durch das Lizenzgeschäft für die großen Musiklabels.
Früher waren schon erste Hinweise auf einen Streamingdienst von Apple im Code des mobilen Betriebssystems iOS 6.1 aufgetaucht. So fanden sich Icons, die einen Funkturm zeigten mit dem Namen Transport-Radio-Buy-Button. Ein Radio-Service gibt es bislang allerdings nur für die iPods. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Blogger immer wieder auf Rückstände von künftigen Projekte im Quellcode stoßen. Denn die Programmierer löschen nach Testläufen zwar die wichtigen Projektdateien, unwichtigere Dateien, wie etwa Icons, bleiben aber häufig davon unberührt.
Seitdem Apple 2009 den Streamingdienst Lala erwarb und dann einstellte, ist ein Streaming-Service aus Cupertino im Gespräch. Bislang hat sich in dieser Richtung nur wenig getan bei Apple. Direktes Streaming ist nicht möglich, allerdings scannt iTunes bei iTunes-Match-Kunden die Mediathek nach heruntergeladenen Songs und tauscht sie bei Verfügbarkeit gegen eine qualitativ hochwertigere Version aus. Ein Starttermin für Apples Streamingdienst ist noch nicht bekannt.
Gerüchten zufolge könnte der Konzern noch 2013 damit starten. Im Juni lädt Apple zur World Wide Developer Conference, auf der gewöhnlich die neue iOS-Version vorgestellt wird. Zumindest zeitlich würde der Launch eines Musik-Streamingdienst passen. Denn bis zum richtigen Start dauert es meist einige Monate, wenn Apple das neue iPhone im Herbst vorstellt. Bis dahin müsste der Konzern auch die restlichen Musiklabels für sich gewinnen, um das Feature auch weltweit im großen Stil ausrollen zu können.

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