T-Mobile USA bekommt endlich das iPhone

Nach sechs langen Jahren des Wartens kommen die US-Kunden von T-Mobile endlich in den Genuss des iPhones. Ab dem 12. April startet der Vertrieb von Apples Kult-Smartphone auch beim viertgrößten Mobilfunkanbieter der USA. Um möglichst viele neue Kunden zu gewinnen, hat sich die Telekom ein neues Tarifmodell einfallen lassen – die Vertragbindung fällt weg, der Kaufpreis wird über 24 Monate abgestottert. Staranalyst Gene Munster heizt unterdessen die Gerüchte um ein neues iPhone-Modell im Juni an.

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Nach sechs langen Jahren des Wartens kommen die US-Kunden von T-Mobile auch endlich in den Genuss des iPhones. Ab dem 12. April startet der Vertrieb von Apples Kult-Smartphone auch beim viertgrößten Mobilfunkanbieter der USA. Um möglichst viele neue Kunden zu gewinnen, hat sich die Telekom ein neues Tarifmodell einfallen lassen – die Vertragbindung fällt weg, der Kaufpreis wird über 24 Monate abgestottert. Staranalyst Gene Munster heizt unterdessen die Gerüchte um ein neues iPhone-Modell im Juni an.

Endlich am Ziel: Nach Jahren des Nachsehens führt die US-Tochter der Telekom das iPhone künftig auch im Repertoire. Während der Bonner Mutterkonzern Apples Smartphone-Bestseller in Deutschland seit der ersten Generation seit November 2007 vertreibt, war die US-Tochter aufgrund der exklusiven Provider-Bindung von Apple an AT&T lange außen vor. Die Inkompatibilität zu den Mobilfunkfrequenzen von T-Mobile USA erschwerte den Prozess zudem.

Im zweiten Quartal dieses Jahres geht das fast sechsjährige Warten nun endlich zu Ende: Ab dem 12. April bietet T-Mobile USA das iPhone 5 in modifizierter Variante, die die AWS-Frequenzen unterstützt, nun auch im umsatzstärksten Smartphone-Markt der Welt an. Jedes zweite verkaufte Smartphone in den USA ist ein iPhone – T-Mobile schließt diese Angebotslücke nun schließlich.

T-Mobile USA-CEO John Legere: Vertragsbindung "ein Blödsinn"

Und das mit einer aggressiven Preispolitik. "Wir schreiben die Regeln des Mobilfunks neu", schwadronierte T-Mobile USA-CEO John Legere  gestern in New York. Legere meint damit die Tarifkonditionen. So können Kunden das iPhone künftig ohne zweijährige Vertragslaufzeit erwerben, die Legere "einen Blödsinn" nannte.

Doch statt wie direkt bei Apple den vollen Gerätpreis zu bezahlen, müssen T-Mobile-Kunden lediglich einmalig 99 Dollar berappen und strecken die restliche Summe über 20 Dollar in 24 Monaten. Macht unterm Strich 579 Dollar, was 80 Doller weniger als bei Online-Kauf über Apple ist. Dazu müssen Kunden allerdings noch die entsprechende Telefonie- und Datenoption rechnen, die bei 50 Dollar pro Monat beginnt, aber jeden Monat gekündigt werden kann.

Gene Munster: iPhone 5S kommt bis Ende Juni

Apple erhält damit auf einen Schlag Zugang zu 33 Millionen potenziellen Kunden, die nach erfolgter Fusion mit MetroPCS auf 42 Millionen steigen dürften. "Der finanzielle Effekt", schätzte Merrill Lynch-Analyst Scott Craig die Dimensionen des Deals bereits Ende vergangenen Jahres ab, "ist allerdings begrenzt".
Craig rechnet damit, dass der Vertrieb über T-Mobile USA Apple 2013 etwa vier Millionen zusätzliche iPhone-Verkäufe beschert.

Viel entscheidender ist da die Frage, wann Apple die nächste Generation des iPhones ins Rennen schickt. Nachdem sich einige Analysten zuletzt skeptisch zeigten, ob Apple vor August das iPhone 5S launchen würde, hält Staranalyst Gene Munster an einem Verkaufsstart in der letzten Juni-Woche fest. Apple wäre damit zum ursprünglichen Launch-Zyklus zurückgekehrt.

Allerdings hatte Munster gestern auch weniger gute Nachrichten für Apple-Anhänger zu verkünden. Einer der größten Befürworter der Aktie reduzierte die Erwartungen für die nächsten beiden Quartalsergebnisse und stellt in Aussicht, dass Apple nun nur noch am unteren Ende der Wall Street-Prognosen liefern dürfte. Im zweiten Halbjahr werde Apple aber wieder in den Wachstumspfad zurückkehren, verbreitet Munster vorsichtigen Optimismus. Bei gegenwärtig 461 Dollar notiert die Apple-Aktie seit Jahresbeginn weiter 13 Prozent im Minus.

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