DDoS-Attacke brachte Web fast zum Erliegen

Publishing Ein Online-Angriff auf Spamhaus brachte das gesamte Internet kurzzeitig fast zum Erliegen. Das berichtet die New York Times. Die Organisation kämpft international gegen Spam-Versender, die den Anschlag wohl verübt haben. Ein Experte sagte der Zeitung, es sei die "größte DDoS-Attacke in der Geschichte des Internet" gewesen.

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Die Spamhaus-Gruppe erstellt sogenannte Blacklists, auf denen sich Firmen wieder finden, die mit Spam-Mails Postfächer zumüllen. Direkt nachdem das niederländische Unternehmen Cyberbunker auf die Liste gesetzt worden war, wurde Spamhaus Opfer eines DDoS-Angriffs, der die Seite lahm legen sollte, so das Blatt. Cyberbunker ist ein Webhoster, der – nach eigenen Angaben – jede Art von Kundengeschäft akzeptiert, "mit Ausnahme von Kinderpornografie und allem, was mit Terrorismus zu tun hat."

In DDoS-Attacken werden so viele Anfragen an die Zielseite versendet, dass die Server kollabieren. Laut dem Technologie-Portal "Ars Technica" wurden Datenmengen von 76 Giga-Byte pro Sekunde auf das Domain Name System (DNS) von Spamhaus gefeuert wurden. Ein DNS wandelt Namen von Websites in IP-Adressen um. Die Attacke war so stark, dass andere Seiten schwerer oder ebenfalls gar nicht mehr zu erreichen waren.

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