Bekennerbrief zur Attacke auf Schweiger

Nach dem Anschlag auf das Anwesen des "Tatort"-Darstellers Til Schweiger, bei dem in der Nacht das Auto seiner Lebensgefährtin angezündet und das Haus mit Farbe beworfen wurde, gibt es nun einen Bekennerbrief. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, sei ein entsprechendes Schreiben einer Gruppe, die sich selbst als "die Tatortverunreiniger_innen" bezeichnet bei ihr eingegangen. Die Gruppe wolle dagegen protestieren, dass Schweiger den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verherrliche.

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Dies habe der Schauspieler laut den mutmaßlichen Tätern in öffentlichen Äußerungen und in seinem Film "Schutzengel" getan. Im Schreiben heißt es laut Hamburger Morgenpost: "Deutsche Kriegseinsätze mit allen ihren Folgen sollen als normal und gerecht empfunden und akzeptiert werden." In den Äußerungen Schweiges und in seinen Produktionen würden die "Opfer der deutschen Truppen" jedoch keine Erwähnung finden. Aus diesen Gründen habe die Gruppe Schweigers Anwesen "mit ‚krimineller‘ Energie heimgesucht."
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Montag. Ein Passant hatte Feuerwehr und Polizei alarmiert. Schweiger und seine 23 Jahre jüngere Freundin befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Grundstück, sondern im Urlaub.
Ob es sich bei der Gruppe "die Tatortverunreiniger_innen" tatsächlich um die Täter handelt oder um Trittbrettfahrer ist noch unklar. Auch ob der Name eine bewusste pro-feministische Aussage ist, geht aus den bekannten Auszügen nicht hervor. Eine offizielle Verlautbarung der Polizei liegt noch nicht vor. Sie bestätigte bisher lediglich, dass es einen Farbanschlag auf ein Einfamilienhaus in Hamburg-Nienstedten gegeben habe und ein vor dem Haus geparktes Auto in Brand gesetzt worden sei, welches völlig zerstört wurde.

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