DDVG gibt WR-Anteile an Funke-Gruppe ab

Beim Job-Kahlschlag bei der Westfälischen Rundschau fühlte sich die DDVG von der Funke-Mediengruppe düpiert und überrumpelt: Jetzt zieht die SPD-Medienholding die Konsequenzen und verkauft ihren Anteil an der Tageszeitung an den Mehrheitsgesellschafter aus Essen. Insgesamt hielt die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft 13,1 Prozent. Als Grund für den Verkauf gibt die Geschäftsführung der DDVG ganz offen an, dass es keine Basis für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der WAZ (Funke-Gruppe) gegeben hätte.

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"Wir bedauern sehr, dass es nicht gelungen ist, die Westfälische Rundschau als starken Nordrhein-Westfälischen Titel mit eigener Redaktion zu erhalten", heißt es in einer Erklärung der DDVG-Geschäftsführung. "Es entspricht unserem Unternehmensziel, die Pressevielfalt in der Bundesrepublik Deutschland zu wahren. Unterschiedliche Auffassungen darüber, wie das Presseunternehmen der Westfälischen Rundschau professionell zu führen ist, machen diese Trennung zu einer logischen Konsequenz."

Mitte Januar kündigte die Funke-Gruppe allen Mitarbeitern der WR. Die Zeitung erscheint jedoch weiterhin. Die lokalen Inhalte für die Zeitung kommen ab Februar von der Westfalenpost (WAZ-Gruppe), den Ruhr Nachrichten (Lensing-Wolff) und dem Hellweger Anzeiger (Verlag Rubens).

Nach der Insolvenz der Frankfurter Rundschau verliert die SPD-Holding bereits ein zweite wichtige Zeitungsbeteiligung.

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