Jack Wolfskin geht gegen „Fünf Freunde“ vor

Der nächste Teil einer unendlichen Geschichte: Der Kleidungs- und Outdoor-Ausrüstungs-Hersteller Jack Wolfskin geht erneut gegen ein Unternehmen vor, dass ein Logo verwendet, das wie eine von Jack Wolfskin verwendete Tatze aussieht. Diesmal hat es die Produktionsfirma SamFilm getroffen, die seit 2010 für die Kino-Neuauflage der "Fünf Freunde" ein Logo aus vier Fingerabdrücken und einem Hundepfotenabdruck verwendet. Im Sommer trifft man sich nun vor Gericht.

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Schon in der Vergangenheit ging Jack Wolfskin immer wieder gegen Unternehmen und Personen vor, die ein Logo verwendet haben, das dem Tatzen-Logo ähnlich sieht. So wurde der taz 2002 beispielsweise untersagt, Kleidung mit dem taz-Logo – seit der Gründung der Zeitung 1979 ebenfalls eine Tatze – zu verkaufen. 2006 wurde der taz auch der Vertrieb von Badetüchern mit Logo verboten.

Im Herbst 2009 sorgte Jack Wolfskin für große Entrüstung im Netz, weil man flächendeckend Hobby-Designer bei Dawanda abmahnte, die ebenfalls ein Tatzen-Logo auf ihrer Kleidung unterbrachten. Folge der Entrüstungswelle in Blogs und anderen Medien war, dass die Firma künftig solche Kleinstunternehmer direkt kontaktieren wollte, statt per Anwalt.

Und nun die "Fünf Freunde". Die Jugendbuchmarke von Enid Blyton war Anfang 2012 als Neuverfilmung in die Kinos gekommen, ein zweiter Teil startete Ende Januar 2013. Schon 2010 hatte die Produktionsfirma SamFilm ein für die Filme entwickeltes "Fünf Freunde"-Logo als Marke angemeldet. Das wie eine Tatze aussehende Logo besteht dabei aus vier Fingerabdrücken der menschlichen Freunde, sowie dem Abdruck des Pfotenballens von Hund Timmy – es symbolisiert also die fünf Freunde.

Schon kurz nach Anmeldung der Marke kontaktierte Jack Wolfskin SamFilm und forderte seitdem unter Androhung gerichtlicher Maßnahmen, das Logo nicht mehr zu verwenden. Zu einer außergerichtlichen Einigung kam es nicht, die Standpunkte beider Firmen lagen offenbar zu weit auseinander. Im Januar hat Jack Wolfskin nun Klage wegen Kennzeichenverletzung vor dem Landgericht Düsseldorf eingereicht – ein erster Gerichtstermin ist für den Sommer vorgesehen.

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