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Sky-Reporter sendet Festnahme live im TV

Live von der Festnahme: Ein Reporter des britischen Nachrichtensenders Sky News hat auf ungewöhnliche Art Fernsehgeschichte geschrieben. Zusammen mit seinem Kameramann wurde der britische Journalist Mark Stone während einer Live-Schalten aus Peking nicht nur an ihrer Arbeit gehindert. Die Beamten nahmen die beiden fest und transportierten sie ab. Das hinderte Stone nicht daran, aus dem Lieferwagen weiter zu berichten. Die Chinesen merkten offenbar nicht, dass er live auf Sendung war.

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Für Sky News hatte der Journalist den ganzen Tag über live vom Tiananmen Platz in Peking berichtet. Für die Presse ist dieser Bereich eigentlich gesperrt. Nach Aussagen des Senders besaß man allerdings eine Drehgenehmigung. Als Stone diese allerdings nicht vorzeigen und sich zudem nicht ausweisen konnte, forderten chinesische Polizisten den Abbruch der Dreharbeiten.
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Als der Reporter und sein Kameramann nicht reagierten, machten die Polizisten kurzen Prozess. Ohne weitere Befragung verfrachtete man die beiden in einen Transporter und brachte sie zu einem Polizeirevier. Stone erklärte, die Beamten hätten sich “außerordentlich zivilisiert” verhalten – einmal abgesehen von der Festnahme. Da sie offenbar nicht wussten, dass der Nachrichtensender das Geschehen live übertrug, konnte Stone während seines Abtransports weiter berichten: “Sind immer noch im Polizeitransporter und sollten in Kürze losfahren. Diese surreale Erfahrung sollte Ihnen einen Einblick geben in das, was manchmal hier in China passieren kann.”

Anlass für die Festnahme waren offenbar kritische Äußerungen von Stone über das Tiananmen-Massaker im Jahr 1989. Während der Dreharbeiten seien sie permanent von einem Polizisten mit Camcorder begleitet worden. Als das Wort “Massaker” gefallen war, sei die Stimmung schlagartig umgebrochen. Für Stone ein typischer Fall von Zensur in China. Mittlerweile sind er und sein Kameramann wieder auf freiem Fuß.

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