Dapd muss Fremdsprachendienst einstellen

Die nächste Hiobsbotschaft für die Insolvente dapd: Wie Newsroom.de berichtet, informierte die Agentur Ende der vergangenen Woche ihre Kunden, dass der erst im Sommer 2012 gestartete Fremdsprachendienst – in allen acht Sprachen - eingestellt werden muss. Damit verlieren die Berliner einen wichtigen Umsatzbringer. Hauptgrund für die Einstellung ist offenbar die Weigerung vieler freier Mitarbeitern im Ausland, weiterhin für das Angebot Beiträge zu verfassen.

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Der Fremdsprachendienst hatte bislang für die Agentur auch einen hohen Symbolcharakter. Denn nur durch eine harte gerichtliche Auseinandersetzung war es der dapd gelungen dem Konkurrenten dpa den Auftrag vom Auswertigen Amt abzujagen. Rund 60 Jahre lang belieferte zuvor die Deutsche Presse Agentur das Ministerium. Ab Juni 2012 übernahm die dapd. Bis zum Schluss soll das Angebot schwarze Zahlen geschrieben haben.

Wer nun künftig das Auswärtige Amt beliefert ist noch unklar. Den Auftrag wird allerdings nicht automatisch die dpa übernehmen. Wie Newsroom berichtet, gab es bereits bei der ersten Ausschreibung einen dritten Bewerber. Der gesamte Auftrag muss wohl wieder öffentlich ausgeschrieben werden.

Wie es nun mit der gebeutelten dapd weitergeht ist noch unklar. Am 1. März musste Geschäftsführer Ulrich Ende zum zweiten Mal ein Insolvenzverfahren für die Agentur beantragen. Wenige Tage später genehmigte die Berliner Arbeitsagentur einen Vorschuss auf Insolvenzgeld.

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