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“Großkotziger Chefredakteur mit Gel-Haar”

Am morgigen Dienstag läuft bei Sat.1 um 20.15 Uhr der Film “Der Minister” - eine Satire auf Aufstieg und Fall des Ex-Verteidigungsministers Karl Theodor zu Guttenberg. Eine zentrale Rolle spielt auch die Bild-Zeitung, die im Film Blitz heißt, und ihr Chefredakteur, dargestellt von Thomas Heintze. Die echte Bild schafft dabei das bemerkenswerte Kunststück, sich von ihrem einstigen Polit-Darling Guttenberg zu distanzieren und gleichzeitig jede mögliche Kritik an sich selbst laut wegzulachen.

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In der heutigen Bild-Ausgabe wird der Schauspieler Thomas Heintze von Alexander von Schönburg zu dem Sat.1-Film “Der Minister” interviewt. Das Foto zeigt die beiden lachenden Herren. Heintze, der im Film den Chefredakteur der Boulevardzeitung Blick spielt, hält die Film-Zeitung in der Hand, von Schönburg die. Von Schönburg fragt: “Sie sind doch ein netter Kerl. Hätte sich nicht eine sympathischere Rolle für Sie finden lassen als dieser großkotzige Chefredakteur mit gegeltem Haar?” Heintze lacht und meint: “„Ich sah mit Haargel am besten aus.“

Ui, sind die aber selbstironisch bei der Bild … Hätte man da nicht dieses Gefühl, dass dahinter eine Masche steckt. Kai Diekmann, Bild-Chefredakteur im USA-Exil, wies sogar via Twitter auf das Stückchen in der Bild hin: “Do my folks back home make fun about me???? #BILD” Hier zeigt sich einmal mehr das Talent von Bild-Chef Diekmann mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Chuzpe, möglichen Kritikern schnell und effektiv den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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Die Bild lenkt geschickt von ihrer eigenen, nicht immer rühmlichen Rolle als publizistisches Guttenberg-Fan-Medium ab, indem sie selbst am lautesten über die Verarsche lacht. Sat.1 spielt dankbar mit und bekommt als Dankeschön eine schöne PR für den Streifen. So läuft das Business.

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