Loosr – die LSR-Parodie, die gar nichts findet

Das Leistungsschutzrecht sorgt für Kritik und Spott im Web. Eine humorvolle Form der Kritik ist die Seite Loosr.de. Das Angebot schreibt, es habe "660 Nachrichtenseiten aus Deutschland im Suchindex". Sucht man jedoch nach einem Thema findet man: nichts. Stattdessen wird ein Hinweis angezeigt, dass die Ergebnisse von der Seite entfernt werden mussten. "In düsteren Zeiten freuen sich Menschen über ein wenig Schabernack", meint Betreiber Sebastian Vollnhals zu MEEDIA in Hinblick auf die Seite.

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Wohl nicht zufällig erinnert Loosr.de stark an Google. Auch der Hinweis, den man nach einer Suche sieht, ist an die Hinweise angelehnt, die Google ausspuckt, wenn Suchergebnisse wegen Urheberrechtsverstößen gelöscht wurden. Allerdings wird bei Loosr.de das Leistungsschutzrecht as Grund genannt. Sucht man zum Beispiel nach Pferdefleisch ist zu lesen:
"Infolge des 7. Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes, das am 1.3.2013 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde, haben wir 418 Ergebnisse aus dieser Seite entfernt. Sie können dieses Gesetz, dem diese Entfernung zugrunde liegt, unter Bundestag.de lesen."
Loosr-Macher ist der Autor und Gesellschafter der IT-AGentur Netzguerilla Sebastian Vollnhals. Er verrät gegenüber MEEDIA: "Die Idee, eine ‚Suchmaschine‘ zu machen, die die möglichen Auswirkungen des Leistungsschutzrechts humorvoll veranschaulicht, ging mir seit einigen Tagen durch den Kopf." Am Samstag habe er den Einfall gehabt, das ganze Loosr zu nennen. Da die Domain noch zu haben war, habe er das Projekt dann verwirklicht. Bisher habe er durchweg positives Feedback erhalten.
Und was erhofft sich Vollnhals von der Seite? "Dass Google die Seite für einen angemessenen Betrag aufkauft und meine Technologie weiterverwendet." Die habe es nämlich in sich, verrät der Berliner: "Der Algorithmus ist sehr komplex und basiert unter anderem auf einem Generator für Brownsche Molekularbewegung und einer sehr hohen Anzahl von Affen mit Schreibmaschinen."

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