Steht die dapd vor der zweiten Pleite?

Die Freude über die Rettung der insolventen dapd kam möglicherweise zu früh: Wie der Mediendienst Newsroom.de berichtet musste die Nachrichtenagentur am heutigen Freitag beim Amtsgericht Charlottenburg ein weiteres Mal die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen. Offenbar konnte Geschäftsführer Ulrich Ende von seinen Investoren statt der benötigten vier Millionen Euro, die zur Rettung des dpa-Konkurrenten benötigt worden wären, nur 1,5 Millionen Euro einsammeln.

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Mitte Januar hatte Ende die dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH mit Sitz in Tutzing gegründet und die Namen erster Investoren verraten. Damit die neue Gesellschaft das juristische Erbe der alten dapd antreten konnte und als handlungsfähig angesehen wurde, musste Ende eine Einlage von mindestens einer Million Euro vorweisen.

Als ersten Investoren-Namen verriet Ende den Unternehmer Christoph Bausinger. Dessen Firma Hunternet hat ihren Sitz in Wiesbaden, Bausinger selber soll sich zurzeit in Australien aufhalten. Zweiter bekannter Investor ist Buchverleger Wolfgang Pabst. Dieser betreibt in Lengerich den wissenschaftlichen Verlag Pabst Science Publishers (u.a. "Jahrbuch Intensivmedizin"). Pabst steige mit "deutlich weniger" als einer Million Euro bei der Agentur ein, heißt es.

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