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Großer Google-Hype: eine 1000 Dollar-Aktie?

Jeden Tag was Neues vom wertvollsten Internetkonzern der Welt: Großes Bohei um die neue Datenbrille, den Launch des Chromebooks und die eigenen Google Stores – der Internetriese will es wissen. An der Wall Street kommt die Großoffensive aus Mountain View gut an: Die Google-Aktie kennt nur eine Richtung – steil nach oben. In der vergangenen Woche durchbrach das nach Apple bereits zweitwertvollste Technologie-Unternehmen erstmals die 800-Dollarmarke. Für Analysten ist das nur eine Durchlaufstation.

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Jeden Tag was Neues vom wertvollsten Internetkonzern der Welt: Großes Bohei um die neue Datenbrille, den Launch des Chromebooks und die eigenen Google Stores – der Internetriese will es wissen. An der Wall Street kommt die Großoffensive aus Mountain View gut an: Die Google-Aktie kennt nur eine Richtung – steil nach oben. In der vergangenen Woche durchbrach das nach Apple bereits zweitwertvollste Technologie-Unternehmen erstmals die 800-Dollarmarke. Für Analysten ist das nur eine Durchlaufstation.

Welch für einen Unterschied ein Jahr macht: 12 Monate ist her, als Apple, getragen von einem beeindruckenden Weihnachtsquartal, zum rasanten Höhenflug ansetzte. Erst wurde die 500 Dollar genommen, gerade mal einen Monat später 600 Dollar. Börsenexperten waren sich sicher: Apple würde die 1000-Dollarmarke in ziemlich absehbarer Zeit knacken.

Von Google, das Apple zumindest nach dem Aktienkurs über Jahre immer weit enteilt war, redete seinerzeit kaum einer mehr. Die Aktie des wertvollsten Konzerns des Welt kam einfach nicht von der Stelle und musste sich im Frühjahr letzten Jahres bei 630 Dollar und dann noch mal bei 700 Dollar gar numerisch von Apple überholen lassen.  

Bereits mit Abstand die Nummer zwei der Techbranche

Seitdem ist eine Menge passiert. Apple notiert heute nicht mal mehr bei 450 Dollar. Und Google? Knackte erst in der vergangenen Woche erstmals die 800 Dollar-Marke. Nie war die Suchmaschine wertvoller als in diesen Tagen: Auf stolze 265 Milliarden Dollar ist Googles Marktkapitalisierung inzwischen angeschwollen.

Die Nummer eins im Internet ist damit bereits die klare Nummer zwei in der Technologiebranche: Google ist inzwischen klar wertvoller als Samsung (210 Milliarden Dollar), IBM (225 Milliarden Dollar) und Microsoft (230 Milliarden Dollar). Endgegner: Apple, das im vergangenen Jahr phasenweise um mehr als 400 Milliarden Dollar enteilt war, ist plötzlich nur noch 165 Milliarden Dollar entfernt.

Analysten rufen 1000 Dollar-Kursziel aus

Das ist entspräche auf dem gegenwärtigen Niveau zwar nochmals einer Wertsteigerung von knapp 60 Prozent, doch vielleicht tut Apple Google ja auch den Gefallen und setzt seinen erstaunlichen Sinkflug fort. Die Analystenzunft befeuert den möglicherweise kommenden Zweikampf dann auch schon weiter mit optimistischen Kurszielen für den Internetriesen.

Knapp ein halbes Jahr nach dem jähen Ende von Apples Höhenflug scheint Google nämlich plötzlich prädestiniert, sich als erster Tech- oder Internetkonzern dieser Tage die 1000-Dollar-Krone zu schnappen. Das zumindest glaubt die Wall Street. Letzte Woche rollten gleich zwei Analysten das runde Kursziel aus, das ohnehin nur noch einem Zuwachs von 25 Prozent vom aktuellen Kursniveau entspricht.  

Hoffungsträger Datenbrille Google Glasses

Carlos Kirjner von Bernstein Research sieht etwa erhebliches Aufwärtspotenzial: "Wir glauben an eine Massenadaption von Smartphones und Tablets, die zusammen mit mobilen Internet eine großes Wertschöpfungspotenzial für Google bieten", so Kirjner im Bankersprech. Zu deutsch: Google hat viel zu gewinnen.

Das gilt erst recht, wenn man die Großoffensive der vergangenen Woche berücksichtigt: Google kündigte erst sein eigenes Premium-Laptop, das Chromebook Pixel an, das das MacBook Air mit seinem Touchscreen-Display frontal angreift. Dann zirkulierten Gerüchte, nach denen Googles Stores wie Apple eigene Flaggschiff-Warenhäuser zu etablieren will.

Dort dürfte dann auch zur Eröffnung zu Weihnachten Googles vermeintlichster größter Trumpf der Zukunft stehen: Die mit Spannung erwartete Datenbrille, die bereits Ende des Jahres auf den Konsumenten für stolze 1500 Dollar losgelassen werden soll. Bis dahin ist allerdings wohl noch etwas Feinjustierung nötig: Erste Testpersonen berichteten nach der Nutzung über Kopfschmerzen.

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