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FR: Countdown für FAZ-Übernahme läuft

Showdown in Frankfurt: Die Übernahme der Frankfurter Rundschau durch die FAZ steht kurz bevor. Am Donnerstag könnte der Kaufvertrag unterschrieben werden - vorausgesetzt, das Kartellamt gibt grünes Licht. Das bestätigte die Insolvenzverwaltung gegenüber MEEDIA. Im Hintergrund laufen bereits Vorkehrungen für den redaktionellen Betrieb ab Freitag. In der Redaktion herrscht derweil Unsicherheit. Konkrete Planungen sollen laut Süddeutscher Zeitung zuletzt schwierig gewesen sein.

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Es sind die Tage der Entscheidung. Nach dem Aus für den türkischen Verleger Burak Akbay bleibt nur noch die FAZ als Käufer für die Frankfurter Rundschau übrig. Das Kartellamt soll in Kürze eine Entscheidung bekannt geben, ob diese Übernahme erlaubt wird. Nur im Rahmen einer so genannte Sanierungsfusion, dürfte die FAZ den Konkurrenten übernehmen. Andernfalls würde die Zeitung aller Voraussicht nach schon ab Freitag nicht mehr erscheinen. Das Fortbestehen ist nur bis Ende des Monats gesichert.
Daher muss es nun schnell gehen. Der Kaufvertrag könnte am Donnerstag unterzeichnet werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Ein Sprecher der Insolvenzverwaltung bestätigte dies gegenüber MEEDIA. Und er bestätigte auch: Wegen der knappen Zeit gebe es bereits Vorkehrungen für die redaktionelle Arbeit ab Freitag, zum Beispiel was die Übernahme von Beiträgen angeht.
Dem Vernehmen nach will die FAZ nur 28 der etwa 420 Mitarbeiter übernehmen. Ein Großteil der redaktionellen Arbeit wird demnach von der FAZ bzw. der Frankfurter Neuen Presse erbracht werden müssen, die wie die FAZ unter dem Dach der Fazit-Stiftung erscheint. Wie die künftige Zusammenarbeit aussieht und was die FR-Leser ab Freitag erwartet, dazu wollen oder können sich die FR-Redakteure aktuell Weise nicht äußern. Die FAZ kündigte an, noch heute diesbezüglich eine Stellungnahme abzugeben.
Die SZ berichtet, dass sich die Planung in der gemeinsamen Redaktion von FR und Berliner Zeitung in Berlin zuletzt schwierig gestaltet habe. Die Redakteure hätten zuletzt schließlich nicht gewusst, welche Kollegen übernommen würden und welche Zeitung in welcher Form noch erscheine. Die Zeit der Unsicherheit dürfte aber bald vorbei sein. Für die Mitarbeiter, die auf keinen Fall weiter beschäftigt werden, so zum Beispiel die Beschäftigten in den FR-Außenredaktionen im Rhein-Main-Gebiet, herrscht schon länger Gewissheit. Sie erhielten das Angebot, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. 

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