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Tablet-Comeback: HP greift Apples iPad an

Rolle rückwärts bei Hewlett-Packard: Der angeschlagene Computer-Pionier kündigte auf dem Mobile World Congress in Barcelona die Rückkehr auf den hart umkämpften Tablet-Markt an. Mit dem Slate7 will es HP nun noch mal wissen – und das zu Kampfpreisen. Für gerade mal 169 Dollar schickt sich der Dow Jones-Konzern mit seinem 7-Zoll-Tablet an, das iPad, aber auch den Kindle Fire anzugreifen. Bizarre Fußnote des schwierigen Unterfangens: HP versucht das Comeback fast zu den Preisen, zu denen es sein Palm-Touchpad 2011 verschleuderte.

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Rolle rückwärts bei Hewlett-Packard: Der angeschlagene Computer-Pionier kündigte auf dem Mobile World Congress in Barcelona die Rückkehr auf den hart umkämpften Tablet-Markt an. Mit dem Slate7 will es HP nun noch mal wissen – und das zu Kampfpreisen. Für gerade mal 169 Dollar schickt sich der Dow Jones-Konzern mit seinem 7-Zoll-Tablet an, das iPad, aber auch den Kindle Fire anzugreifen. Bizarre Fußnote des schwierigen Unterfangens: HP versucht das Comeback fast zu den Preisen, zu denen es sein Palm-Touchpad 2011 verschleuderte.

Der Preis ist extrem heiß: 99 Dollar oder Euro – zu diesen Kampfpreisen wurde im Sommer 2011 das zuvor noch mit großen Ambitionen gestartete HP-Tablet Touchpad angeboten. Es war sozusagen das letzte Aufgebot: Wochen zuvor mussten Käufer noch 399 Euro für das auf Palm OS basierende Touchpad auf den Tisch legen.

HPs Eintritt ins hart umkämpfte Tablet-Segment war zunächst gescheitert. Der deutsche CEO Leo Apotheker traf daraufhin die einsame Entscheidung, sich vom Boom-Segment zurückzuziehen. Es sollte eine seiner letzten Entscheidungen als Vorstandsvorsitzender des Computerpioniers sein.

Slate7: Tablet-Kampfpreise sind 2013 die neue Norm

Die frühere eBay-Chefin Meg Whitman versucht die Silicon Valley-Legende nun mit aller Macht zurück in die Zukunft zu führen. Die Konsequenz: Die Rückkehr auf den Tablet-Markt!

Wie viel sich in nur rund einhalb Jahren getan hat, verrät HPs Eintrittspreis für sein neues Tablet: Der Slate7 knüpft mit 169 Dollar fast nahtlos an dem Ramschpreis des Sommerschlussverkaufs-Tablets von 2011 an – nur dass HP diesmal kein Auslaufmodell anbietet.

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Ob das Comeback mit dem Slate7 tatsächlich gelingt, erscheint angesichts der harten Konkurrenz durchaus zweifelhaft. In den vergangenen 18 Monaten ist schließlich viel passiert: Apple bietet seinen Bestseller iPad inzwischen auch schon für 329 Dollar an, während Amazon und Google selbst mit Kampfpreisen unter 200 Dollar die Offensive suchen.

Blodget sieht Apple unter Druck

Interessanterweise hat sich HP bei seinem Slate 7 auch für Googles mobiles Betriebssystem Android – und damit gegen den langjährigen PC-Partner Microsoft entschieden. Der hat bekanntlich mit dem Surface gerade erst ein hochpreisiges Windows-Tablet auf den Markt gebracht.

Entsprechend setzt das eine Dow Jones-Mitglied das andere nun unter Druck. Henry Blodget vom Business Insider sieht unterdessen aber vor allem den Platzhirsch unter Beschuss: "Während die Preise weiter fallen, erscheinen Apples Premium-Aufschläge immer ungerechtfertiger", setzt frühere Internetaktien-Analyst erwartungsgemäß zum nächsten Abgesang auf den noch wertvollsten Konzern der Welt an.

Fast folgerichtig verlor die Apple-Aktie gestern erneut deutlich an Boden und notiert bei 443 Dollar nur noch marginal unter neuen Jahrestiefs.

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