“Hurensöhne” – die Fake-Follower der FDP

Publishing Äußerst ominöser Anstieg von Fake-Followern bei der FDP. Eine Analyse der Internet-Plattform Pluragraph zeigt, dass die Zahl der FDP-Follower (@fdp_de) bei Twitter Anfang Februar von 6.400 auf rund 36.000 förmlich explodiert ist. Über 80 Prozent davon seien allerdings erkennbar Fake-Profile. Die FDP bestreitet, Follower gekauft zu haben. Ein Parteisprecher der Liberalen spekuliert, dass eine gewisse portugiesische Beleidigung eine Rolle gespielt haben könnte.

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Gegenüber sueddeutsche.de sagte FDP-Sprecher Peter Blechschmidt: "Ich kann definitiv erklären, dass wir weder Twitter- noch Facebook-Accounts kaufen." Stattdessen spekulierte er, dass der seltsame Follower-Schub aus dem Ausland kommen könnte und damit zusammenhängen könne, dass das Kürzel fdp im Portugiesischen für das Schimpfwort “filho da puta” (Hurensohn) steht. Die Süddeutsche weist allerdings mit Recht darauf hin, dass diese Schimpf-Abkürzung mutmaßlich nicht erst seit Anfang Februar Verwendung bei Twitter findet.

Mysteriöse Fake-Follower sind kein neues Web-Phänomen. Im Juli 2012 hatte die CDU plötzlich 5.000 nagelneue Twitter-Follower, die ebenfalls fast ausschließlich aus offenkundigen Fake-Profilen bestanden. Auch die CDU wies empört zurück, dass sie für falsche Twitter-Gefolgsleute Geld zahlen würde und forderte Twitter auf, die falschen Follower zu löschen, was dann auch geschah.
Hier die Auswertung von Pluragraph

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