Twitter-Hack: Burger King wird zu McDonalds

Publishing Vorgezogener April-Scherz: Der Twitter-Account von Burger King vermeldete gestern die vermeintliche Übernahme des Jahres. "Wir wurden gerade an McDonalds verkauft", war da auf dem offiziellen Account der Buletten-Braterei zu lesen. Um den vermeintlichen Deal komplett zu machen, wurden Name und Logo in die der Konkurrenz ausgetauscht. Die Begleitbotschaft im Header machte jedoch schnell klar: Es waren Hacker am Werk. Glück in Unglück: Burger King gewann über Nacht 30.000 neue Follower.

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Die Social Media-Welt ist um eine Aufregung reicher: Auch Twitter-Accounts von weltbekannten Marken sind vor Hackern nicht sicher. So geschehen gestern Abend mit dem Konto von Burger King (@BurgerKing) beim 140-Zeichendienst.

Die rund 80.000 Nutzer bekamen Erstaunliches zu lesen: "Wir wurden gerade an McDonalds verkauft", hieß es. "Schaut Euch nach einem McDonalds-Restaurant in Eurer Näher um". Um die vermeintliche Übernahme stilecht zu machen, wurde der Name des Burger King Twitter-Accounts in den des Rivalen geändert und auch das Logo wurde ausgetauscht.

Hacker twittern Mitarbeiter-Beleidigungen

Doch auf dem Header war noch mehr zu lesen – eine Begründung für die vermeintliche Übernahme: "Wir wurden gerade an McDonalds verkauft, weil der Whopper gefloppt ist." Gefolgt von einer verräterischen Botschaft in Großbuchstaben: "FREEDOM IS FAILURE", "Freiheit ist ein Fehler", die auf die Anonymous-Hackergruppering hindeute, wie das US-Blog TechCrunch vermutete.

Doch der Hack war mehr als ein Schabernack: Schnell liefen über den Twitter-Account auch für die Mitarbeiter beleidigende Kurznachrichten. Auszug: "Wir haben einen Mitarbeiter auf der Toilette aufgegriffen, während er das gemacht hat…" Und: "Das ist der Grund, warum wir an @mcdonalds verkauft wurden. Alle unsere Mitarbeiter schnupfen und schmeißen auf der Toilette Schmerzmittel ein."

Twitter-Hack beschert Burger King 30.000 neue Follower

Nach rund einer Stunde war der Spuk, der sich gestern zur Mittagszeit, ab exakt 12.01 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit ereignete, wieder vorbei. Kursrelevanz an den Börsen hatte der Burger-Hack nicht, da die Wall Street am gestrigen President’s Day geschlossen hatte. Twitter reagierte einige Stunden später und stellte den Ursprungsaccount von Burger King wieder her.

Immerhin: Ein positives Überbleibsel des Hacker-Übergriffs blieb der zweitgrößten Buletten-Braterei der Welt doch: Der Twitter-Account, der vorher rund 80.000 Follower zählte, gewann durch das große mediale Echo rund 40 Prozent neue Anhänger hinzu. Um 9 Uhr deutscher Zeit folgen bereits  111.000 Nutzer @BurgerKing.

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