Schwede schoss „World Press Photo 2012“

Der Sieger steht fest: Der Schwedische Fotograf Paul Hansen schoss das "World Press Photo 2012". Das gab die Jury des Wettbewerbs heute in Amsterdam bekannt. Der Preis wurde zum 56. Mal verliehen. Das Bild von Hansen, der für die Schwedische Tageszeitung Dagens Nyhter arbeitet, zeigt eine Gruppe von Männern, welche die Leichen von zwei Kindern durch eine Straße in Gaza Stadt tragen. Die Personen sind auf dem Weg zur Beerdigung der Kinder und des Vaters, der ebenfalls im Trauerzug getragen wird.

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Muhammad und Suhaib Hijazi heißen die Kinder, von denen das jüngere gerade einmal zwei Jahre alt war. Sie wurden durch einen Angriff der israelischen Luftwaffe versehentlich getötet. Auch die Muter wurde schwer verletzt. Aufgenommen wurde das Foto am 20. November 2012. Jury-Mitglied Mayu Mohanna aus Peru sagt zum Sieger-Bild: "Die Stärke des Bilds liegt in darin, wie es den Kontrast zwischen dem Zorn und der Trauer der Erwchsenen und der Unschuld der Kinder darlegt. Es ist ein Bild, das ich nie vergessen werde."
Nicht nur Hansen wurde ausgezeichnet. Insgesamt wurden Preise an 54 Fotografen aus 32 verschiedenen Ländern verliehen. In neun Kategorien wurden Bilder ausgezeichnet. Darunter auch die Foto-Reportage "Rochester: Ein Spiel um Leben und Tod" von Paolo Pellegrin, die im Zeit Magazin erschien. In der Kategorie "General News Stories" belegt er den zweiten Platz. Den dritten Platz in der Kategorie Nature gewann Thomas P. Peshak. Der in Deutschland geborene und in Süd Afrika lebende Fotograf nahm vor Djibouti Walhaie im Wasser auf.
Insgesamt wurden 103.481 Bilder von 5.666 Fotografen aus 124 verschiedenen Ländern eingereicht. Santiago Lyon, Director of photography bei AP, sagt hinsichtlich der ausgezeichneten Werke: Wenn ich mit als Jury-Vorsitzender die Ergebnisse anschaue, dann denke ich, dass das World Press Photo of the Year und alle andere Bilder, die ausgezeichnet wurden, starke und grandiose Beispiele für erstklassigen Fotojournalismus sind, der nachhaltig ist und der jeden erreichen wird, der ihn ansieht.“ 
Die vollständige Liste der Preisträger gibt es hier.

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