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Werbemarkt: aktuelle Magazine brechen ein

Weitere 10% ihres Brutto-Werbeumsatzes haben die Publikumszeitschriften laut Nielsen im Januar gegenüber dem Vorjahres-Monat eingebüßt. Die Detail-Zahlen enthüllen nun die Titel, bei denen es besonders deutlich nach unten ging. So verlor die Bild am Sonntag heftige 35,9%, der stern 14,8% und der Focus 15,0%. Gleichzeitig gab es aber auch zahlreiche Titel, die sich gegen den Trend verbesserten: Gala, manager magazin und Cosmopolitan gewannen gegenüber dem Januar 2012 am deutlichsten hinzu.

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Die Nummer 1 der Nielsen-Anzeigenstatistik heißt im Gegensatz zur Jahres-Endwertung 2012 nun wieder stern. Trotz eines Rückgangs von 14,8% gegenüber dem Januar 2012 schlug der stern den Spiegel, der ein Minus von 9,9% verzeichnet. Beide Titel liegen mit Brutto-Werbeumsätzen von mehr als 8 Mio. Euro deutlich vor dem Rest des Feldes. Auf Platz 3 fiel die Bild am Sonntag sogar hinter die Brigitte zurück. Der Focus wiederum, in der Jahreswertung 2012 hinter Spiegel, stern und BamS noch Nummer 4 belegt im Januar-Ranking nur noch Platz 7, verlor 15,0% gegenüber dem Januar 2012.

Weitere deutliche Verlierer auf den ersten 25 Plätzen der Tabelle: Bild der Frau, rtv und ADAC Motorwelt. Nach oben ging es hier immerhin für acht Titel. So gewannen innerhalb der Top Ten die freundin zarte 1,0%, TV Digital 2,2%. Dahinter gibt es mit Gala, Cosmopolitan und c’t sogar drei Magazine, die sich um mehr als 12% gegenüber dem Vorjahr steigerten.

Auch auf den Rängen 26 bis 50 gibt es eine Reihe von Titeln, die zulegen konnten. Der Abwärtstrend der Branche trifft also nicht alle Magazine. Am deutlichsten nach oben ging es hier prozentual gesehen für das manager magazin, InTouch, Eltern, die Landlust und Yacht. Einige Titel haben hingegen mehr als 25% eingebüßt: TV Hören und Sehen und prisma Ost sogar mehr als 30%, Für Sie und Computer Bild 25,5% bzw. 27%.

Die zehn größten Verlierer nach absoluten Zahlen finden sich allesamt in der obigen Top 50. Am deutlichsten ging es für die Bild am Sonntag nach unten, die 3,70 Mio. Euro einbüßte, dahinter folgen im Absteiger-Ranking rtv West, der stern, die Bild der Frau und der Focus.

Verbessern konnten sich am deutlichsten die Gala, das manager magazin und Cosmopolitan: Alle drei gewannen immerhin mehr als 300.000 Euro brutto hinzu. Auch auf den weiteren Rängen der Top Ten lässt sich kein allgemeiner Segment-Trend beobachten: Von Landlust über Eltern bis zur c’t finden sich hier Vertreter völlig unterschiedlicher Genres.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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