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ADC gründet eigenen Staat für Festival

Von 14. bis 18. Mai findet das ADC-Festival in Hamburg statt. In Rahmen der Konzept-Präsentation heute in Hamburg zeigte sich ADC Präsident Stephan Vogel froh, dass Hamburg sich um das Festival bemüht habe, das nun seit langer Zeit wieder in der Hansestadt stattfinden wird. Hier gebe es die Möglichkeit, "konzeptionell einen großen Schritt zu machen". Was damit gemeint war, machten er und seine Mitstreiter kurz darauf klar: Der ADC beantragt bei der EU die Anerkennung seines eigenen Staats.

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Der Staat soll auf den Namen "Neuland" hören und Ideen ein eigenes Zuhause geben. In der Präambel der eigens ausgearbeiteten Verfassung heißt es "Im Bewusstsein ihrer Verantwortung und in Erkenntnis der Tatsache, dass Ideen in aller Welt verfolgt, verändert, zensiert, unterdrückt und verhindert werden, haben die Kreativen Deutschland beschlossen, Ideen eine souveräne, unverletzliche Freistatt zu schaffen: den Staat Neuland."
Der soll im Hamburger Stadtteil Oberhafen – nicht etwa im ebenfalls in Hamburg existierenden Stadtteil Neuland – angesiedelt sein. Kein Zufall, denn der Großteil des ADC-Festivals soll in Oberhafen stattfinden. Das Leitmotiv des Staats Neuland – im Übrigen genauso genommen ein Staatenbund – soll hier während des Festivals sichtbar sein. Auf Konzeptbildern sind Grenzstationen zu sehen, die Planungs-Hefte sollen an Reisepässe erinnern, die auch abgestempelt werden. Die einzelnen Länder des Staatenbunds "Neuland" symbolisieren dabei die Hauptkategorien des Festivals und sollen zugleich die Orientierung erleichtern. Und auch wen nur Ideen und nicht Menschen Bürger Neulands werden können sollen, wird der Staat für das Festival seine Vertretungen in Hamburg errichten. Die dezentralen Jurys sollen wie Botschaften wirken. 
Carten Brosda, Leiter des Amtes Medien in der Senatskanzlei Hamburg, betont, dass der Stadt dies sehr wichtig sei: "Es hat uns besonders überzeugt, dass der ADC nicht verschwindet, sondern in der Stadt sichtbar sein wird." Man hoffe, dass Hamburg die Kreativen und die Kreativen Hamburg erleben werden. Bundesweit wird der ADC ab sofort mit Plakaten für das Event werben und Ideen darum bitten, nach "Neuland" aufzubrechen.
Und auch wenn die Proklamation des Staates in erster Linie eine Werbekampagne ist, macht der ADC dennoch ernst. Der Antrag soll direkt beim Europäischen Rat eingereicht werden. Stephan Vogel gibt auf Nachfrage zu: "Der Antrag muss eigentlich scheitern." Man erhoffe sich jedoch die Chance auf einen Dialog über den Wert von Ideen, wenn im Rahmen des Verfahrens Argumente ausgetauscht werden müssen. "Menschliche Gesellschaften sind die Vorstufe zu ideellen Gesellschaften", so Vogel.
Das Programm des ADC-Festivals sieht neben der Ausstellung, die vom 16. bis 18. Mai für Besucher geöffnet ist, auch die traditionelle Awards Show mit der Verleihung der Nägel für die besten Arbeiten vor, die im Stage Theater im Hafen stattfinden wird. Die Gäste werden zuvor also mit dem Schiff die Elbe überqueren müssen. Jury Chairman des Wettbewerbs wird Jean-Remy von Matt, Gründer und Vorstand von Jung von Matt sein. Die After-Show-Party zur Preisverleihung wird in der Fischauktionshalle stattfinden.
Ebenfalls im Programm des ADC-Festivals: Ein Nachwuchstag am 17. Mai, zu dem nicht nur Hochschulen sondern auch Oberstufen-Schüler geladen werden sollen und an dem auch ein Nachwuchskongress stattfinden wird. Der ADC-Kongress findet bereits einen Tag eher statt und trägt das Motto "The Power of Digital Ideas".
Für den Kongress kündigt der ADC hochkarätige Redner an: Mark D’Arcy, der Director of Global Creative Solutions von Facebook, wird über Kreativität auf Facebook reden. Bob Greenberg, CEO von R/GA und Erfinder des Nike Fuelband wird ebenfalls einen Vortrag halten, genauso wie Christian Vogt von Pixomondo und der freie Kreativdirektor Faris Yakob. Zudem angekündigt: Steve Vranakis, Creative Director des Google Creative Lab London. Er wird über die Frage sprechen "Gibt es in einer Daten-Maschine Raum für Kreativität?"

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