Springer will Startups nach Berlin locken

Ein Tweet von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann am Montagabend deutscher Zeit deutete es an: Die Axel Springer AG und das kalifornische Accelerator Plug and Play Tech Center haben eine Partnerschaft geschlossen. Die sieht vor, dass ein Förderprogramm für deutsche und europäische Startups geschaffen wird, das junge Unternehmen in Berlin mit Startkapital, Büros und professionellem Coaching betreut. Bis zu sechs Monate haben Gründer Zeit, auf einem "Demo Day" ihre Business-Idee zu präsentieren.

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Die Frühförderung umfasst eine Kapitalspritze zwischen 10.000 bis 50.000 Euro. Am Ende stellen sich die Jungunternehmen einem ausgewählten Publikum internationaler Wagniskapitalfinanziers. Im Gegenzug geben die teilnehmenden Start-ups in der Regel fünf Prozent ihrer Unternehmensanteile an den Accelerator ab.

Springers Marketingchef Peter Würtenberger und Plug-and-Play-Gründer Saeed Amidi haben den Deal am Montagabend symbolisch im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler besiegelt. Ulrich Schmitz, Chief Technology Officer Elektronische Medien bei Springer, soll dafür auf deutscher Seite die Leitung übernehmen. Das Programm soll im Mai starten. Für 2013 seien bei Springer rund zwanzig Anschubfinanzierungen geplant, erklärt Jens Müffelmann, Leiter Elektronische Medien bei Springer.

Das Accceleration-Programm soll nicht nur deutsche und europäische Firmen begleiten, sondern auch Start-ups in den USA Unterstützung bei der Expansion nach Deutschland und Europa bieten. Seit seiner Gründung 2006 hat das kalifornnische Plug and Play Tech Center über 1200 Start-ups in ihrer Entwicklung begleitet. Das Unternehmen ist Co-Investor und Partner von über 100 Wagniskapitalfirmen und unterhält mehr als 100 globale Unternehmenspartnerschaften. Insgesamt konnten die Start-ups aus dem amerikanischen Plug and Play-Netzwerk bisher über eine Milliarde US-Dollar an Wagniskapitalfinanzierungen einsammeln.

"Unser Partner Plug and Play verfügt im Silicon Valley und in anderen Märkten über exzellente Kontakte und Accelerator-Erfahrungen, die wir jetzt gemeinsam mit unserem Netzwerk und unserer Expertise in Deutschland und Europa einbringen wollen", erklärt Müffelmann.
"’Axel Springer Plug and Play‘ baut eine Brücke zwischen Berlin und Silicon Valley, die Unternehmern helfen kann, größer und globaler zu denken und dadurch erfolgreicher zu sein", sagt Saeed Amidi. "Berlin kann das Zentrum der Medien- und Technologie-Jungunternehmer in Europa werden."

Die Partnerschaft zwischen dem Plug and Play Tech Center und Axel Springer wurde durch Würtenberger, Diekmann und den Idealo-Gründer Martin Sinner, die sich derzeit im Silicon Valley aufhalten, initiiert und konzipiert. Bewerbungen für das Programm sind ab dem 15. März auf www.axelspringerplugandplay.com‘>Erst Ende Januar verkündete der Verlag, dass man sich an der Start-up-Konferenz hy in Berlin beteiligt.

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