Augsburger Allgemeine widerspricht Beschlagnahmung

Die Augsburger Allgemeine will gegen den Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss des Amtsgerichts Beschwerde einlegen. Das Gericht hatte die Zeitung vergangene Woche aufgefordert, die Identität eines Forum-Mitglieds offenzulegen, da der Augsburger Ordnungsreferenten Volker Ullrich Anzeige erstattet hatte.

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Die Beschlagnahmung hatte bundesweit Protest verursacht. Community-Mitglieder seien in vielen Verlagen mehr als reine Nutzer einer von deinem Verlag angebotenen Plattform, schreibt die Zeitung: "Für sie sind ihre Community-Mitglieder auch Informanten und Quellen."
"Wir erhalten aus unserer Leser-Community Hinweise von Mitgliedern, die für uns Anlass zur Recherche sind oder laufende Recherchen ergänzen. Und auch über die Private Nachrichten-Funktion unserer Community erhalten wir Hinweise von Lesern, denen wir nachgehen. Dass solche Informanten Vertraulichkeit erwarten, versteht sich von selbst", beschreibt die Augsburger Allgemeine ihr Verhältnis zu ihren Forums-Nutzern.
Deshalb plädiere man auf ein Beschlagnahmeverbot, wie es beim Cicero-Urteil angemahnt wurde. Unabhängig vom Ergebnis des Rechtswegs meint man: "Die Beschlagnahme-Aktion in unserer Redaktion, so unangenehm sie für alle Beteiligten war, hat eine wichtige Debatte ausgelöst. Sie sollte weitergehen, in Redaktionen, Ermittlungsbehörden und im Netz." 

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