P7S1: Investoren denken über Ausstieg nach

Es wird schon über Käufer spekuliert: Wie die Financial Times in und der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg berichten, erwägen die Investoren KKR und Permira den Teilausstieg oder vollständigen Verkauf der Sendergruppe. Nun soll die US-Bank JP Morgan damit beauftragt worden sein, verschiedene Ausstiegs- und Verkaufsszenarien auf ihre Durchführbarkeit zu prüfen. Zu den potenziellen Interessenten gehören demnach Time Warner, Axel Springer, Comcast und Rupert Murdochs News Corp..

Anzeige

Sowohl Permira als auch ProSiebenSat.1 wollen sich zu dem Bericht bislang nicht äußern. Kurios: Bei Time Warner ist seit einigen Monaten Gerhard Zeiler verantwortlich für das internationale TV-Geschäft. Der 57-Jährige leitete zuvor neun Jahre lang die Geschicke der RTL-Gruppe.

Permira und KKR hatten 2006 den Konzern vom Medienunternehmer Haim Saban für rund drei Milliarden Euro übernommen. Zusammen halten beide Unternehmen 53 Prozent an ProSiebenSat.1.  Im Laufe der Zeit mussten die Investoren teilweise den Wert ihrer Beteiligung abschreiben, da die Sendergruppe mit rückläufigen Werbeumsätzen zu kämpfen hatte. Im Dezember 2012 verkündte P7S1 dann den Verkauf des gesamten Senderportfolios in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark an Discovery Communications für 1,325 Milliarden Euro.

Nach dem Verkauf waren erneut Gerüchte um einen Komplettausstieg der Mehrheitseigentümer laut geworden. Einem Bericht des Spiegels zufolge plant der TV-Konzern, KKR und Permira zu einem Ausstieg aus dem Unternehmen zu bewegen. Als Gegenleistung dafür will der Konzern den beiden Eigentümern eine Super-Dividende auszahlen. Die beiden Firmen könnte damit Schulden ihrer gemeinsamen Lavena-Holding zurückzuzahlen. Lavena ist mit knapp zwei Milliarden Euro verschuldet, gut 600 Millionen Euro werden im März 2015 fällig.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige