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Macht Gruner + Jahr die deutsche HuffPo?

Laut einem Bericht von manager-magazin-Autor Klaus Boldt verhandelt Gruner + Jahr wieder mit der Huffington Post über eine deutsche Ausgabe. Von einem möglichen Start der Huffington Post in Deutschland hat nicht zuletzt Gründerin Arianna Huffington immer wieder geredet, zuletzt beim Start der Italien-Ausgabe der HuffPo im Herbst 2012. Damals hieß es noch, dass u.a. G+J als möglicher Partnerverlag hierzulande abgewunken habe. Dies könnte sich nun ändern.

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Der Tagesspiegel notierte Ende September 2012 noch, wer von Deutschlands Verlagen alles nicht mit der Huffington Post zusammenarbeiten wolle. Fast alle üblichen Verdächtigen waren darunter: der Spiegel Verlag, Burda, die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt und eben auch Gruner + Jahr. Besonders lange habe damals der Spiegel Verlag mit der Huffington Post verhandelt. Es ging um eine mögliche Kooperation einer deutschen Huffington Post mit SpOn. Resultate gab es nie.
Nun schreibt Klaus Boldt im manager magazin, dass Gruner + Jahr seit “zwei, drei Wochen” wieder mit der Huffington Post spreche. Seit vergangenen Herbst hat sich ja auch einiges getan bei Gruner + Jahr. Mit Julia Jäkel ist eine neue Verantwortliche in den G+J-Vorstand eingezogen. Der Ausbau des Digital-Geschäfts gilt bei den Gruners als Top-Priorität, das klassische Verlagsgeschäft ist dort weiter unter Druck. Die Verlagstätigkeiten in Spanien und Frankreich sollen laut manager magazin reduziert werden. Das eigene Mainstream-Online-Portal stern.de kommt nicht vom Fleck. Gut möglich, dass man sich darum bei G+J erneut Gedanken macht, mit dem bekannten Markennamen Huffington Post ein wenig digitalen Glanz in die Hütte zu holen.

Dabei gilt damals wie heute, dass das Geschäftsmodell der HuffPo in Deutschland – gelinde gesagt – schwierig ist. Das Angebot setzt konsequent auf Masse und Gratis-Inhalte – im Prinzip das Gegenteil vom dem, was deutsche Verleger seit einiger Zeit predigen, nämlich digitale Premium-Inhalte gegen Bezahlung. Aber die Not zwingt möglicherweise zu unkonventionellen Schritten. Die Huffington Post braucht für einen Markteintritt in Deutschland zwingend einen starken Medien-Partner. Gruner + Jahr braucht relativ schnell vorzeigbare Digital-Erfolge. Gut möglich dass am Ende so doch noch zusammenkommt, was ursprünglich gar nicht zusammenpassen wollte.
Bei Gruner + Jahr wollte man die Spekulationen nicht kommentieren.

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