AGOF: SpOn schließt zu Bild.de auf

Überraschende Entwicklung an der Spitze der AGOF-Charts für Nachrichten-Websites. Bild.de, das zwischenzeitlich über 3 Mio. Nutzer mehr pro Monat hatte als Spiegel Online, lag im November nur noch 800.000 Unique User vor SpOn - der geringste Abstand zwischen den beiden seit 2009. Nicht nur Bild.de büßte im November zahlreiche Nutzer ein, auch andere Boulevard-Angebote wie der Express und die B.Z. gehören zu den großen Verlierern. Deutlich zulegen konnten vor allem Regionalangebote.

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11,93 Mio. zu 11,13 Mio. Unique User – das ist nun der Stand auf den ersten beiden Plätzen des Rankings. Für Bild.de ist das der geringste Wert seit über einem Jahr, für Spiegel Online der fünftbeste aller bisherigen Zeiten. Die größten Verluste verzeichnete Bild.de im Übrigen im Kernkompetenz-Ressort Unterhaltung. Dort fanden sich im November 5,43 Mio. Unique User, im Oktober waren es noch 6,46 Mio. Besonders das Unterhaltungs-Unterthema Leute interessierte weniger als im Monat zuvor: 3,83 Mio. statt 5,07 Mio. Der Hauptgrund für diese Verluste dürfte der Tod Dirk Bachs sein, der Bild.de im Oktober noch gigantische Zahlen beschert hatte.

Auch die anderen Nachrichten-Websites mit Boulevard-Schwerpunkt dürften im Monat nach dem Dirk-Bach-Tod genau deswegen Nutzer eingebüßt haben: Express Online verlor 8,1%, die BZ aus Berlin 8,7% und die tz aus München 12,8%. Doch auch bei den großen seriöseren Nachrichten-Websites gibt es nur wenige Gewinner: Neben Spiegel Online sind das in der Top Ten nur Focus Online, stern.de und RP Online. Deutlich nach unten ging es neben den erwähnten Boulevard-Angeboten vor allem für n-tv.de und news.de.

In der zweiten Hälfte der Top 50, in der sich vor allem regionale Websites finden, gibt es deutlich mehr Gewinner. Nur neun der 25 Angebote büßten Nutzer ein, 16 legten zu. Am deutlichsten nach oben ging es prozentual gesehen für die Westfälischen Nachrichten, die Rhein-Zeitung und suedkurier.de. Die größten Verlierer in dieser zweiten Hälfte der Top 50 sind neben der erwähnten tz noch der Berliner Kurier und freiepresse.de

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