Vision Media setzt auf die „Generation Jolie“

Nur wer sich anpasst überlebt: An dieses biologische Prinzip glauben die Jolie-Macher und schrauben pünktlich zum zehnten Geburtstag am Konzept und Layout des Pocket-Magazins. Ziel ist es, den Titel den neuen Lesegewohnheiten anzupassen und Print, Online und Mobil stärker zusammen zu führen. Tatsächlich kämpfen die Münchner mit einem massiven Auflageneinbruch. Doch mit Hilfe des Facelifts und einer smarten Augmented-Reality-App soll der Turnaround geschafft werden.

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Der Jolie-Geschäftsführer und -Herausgeber Robert Sandmann glaubt, dass die neue Lesergeneration vor allem eins ist: "Multimedial". Sie sei Leserin und Userin in einem. "Sie liest und surft gleichermaßen, sie rezipiert on- wie offline, ohne Präferenz".

Tatsächlich zeigen die Zahlen, dass die Münchner – im Vergleich zu vielen Konkurrentinnen – im Web einen recht erfolgreichen Job machen. Im Dezember erreichte die Seite 2,85 Millionen Visits. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 2,11 Millionen.
Die Leistungsdaten für die gedruckte Ausgabe steigen jedoch nicht. Im vierten Quartal setzte Vision Media 279.949 Exemplare von der Jolie ab. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 351.153. Das bedeutet ein Minus von 20,28 Prozent. Im Einzelverkauf beläuft sich der Verlust sogar auf 28,34 Prozent.

Um den Minus-Trend zu stoppen, hat die Redaktion um Chefredakteurin Anja Lochner das Magazin an vielen Stellen aufgehübscht und behutsam umgestylt. Der Hefteinstieg ist nun mit der schmissigen Zeile "Generation Jolie" überschrieben und als bunter Mix aus Lese-, Trend- und Optikstrecken angelegt.

Danach kommt nun gleich ein wechselndes Schwerpunktthema, das unter dem Schlagwort "Special" im Heft angesiedelt ist. In der aktuellen Ausgabe geht es um Freundschaft. Zudem baute Lochner den Beauty-Bereich aus und nannte das Ressort "Lust&Leben" in "Pssst…!" um.

Zusammen genommen ergeben die Änderungen tatsächlich ein moderneres Jolie-Erlebnis. Die spannendste Neuerung bietet jedoch die neue App "Jolie view". Die zeigt zu fast jeder Print-Seite neue passende Augmented-Reality-Features, wie kurze Video-Schnipsel aus dem Promi-Interview, das gerade aufgeschlagen ist, oder in einer Modestrecke die passende Verlinkung zu dem entsprechenden Web-Shop.
Ob das Magazin-Umstyling und die Heft-Neuerungen die Attraktivität der Marke tatsächlich derart erhöht, dass sich wieder mehr Käuferinnen der "Generation Jolie" angehörig fühlen, wird sich jedoch erst an der Auflagenentwicklung der kommenden Monate zeigen.

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