Amazon begeistert Wall Street erneut

Jeff Bezos kann nichts falsch machen: Die Gewinne schrumpfen um 45 Prozent, gerade mal 95 Millionen Dollar blieben bei Umsätzen von 21,27 Milliarden hängen, die deutlich unter den Erwartungen der Wall Street lagen. Im laufenden Geschäftsquartal rechnet Bezos sogar mit Verlusten in Höhe von bis zu 258 Millionen Dollar. Doch die Wall Street kauft Amazon die Wachstumsstrategie weiter ab: Der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern der Welt zog im nachbörslichen Handel um neun Prozent auf neue Allzeithochs an.

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Jeff Bezos kann nichts falsch machen: Die Gewinne schrumpfen um 45 Prozent,  gerade mal 95 Millionen Dollar blieben bei Umsätzen von 21,27 Milliarden hängen, die deutlich unter den Erwartungen der Wall Street lagen.  Im laufenden Geschäftsquartal rechnet Bezos sogar mit Verlusten in Höhe von bis zu 258 Millionen Dollar. Doch die Wall Street kauft Amazon die Wachstumsstrategie weiter ab: Der nach Google zweitwertvollste Internetkonzern der Welt zog im nachbörslichen Handel um neun Prozent auf neue Allzeithochs an.

Die Wall Street verkommt immer mehr zum Casino. Nicht mal eine Woche ist es her, als Apple Rekordgewinne in Höhe von 13,1 Milliarden Dollar bekanntgab, damit die Wall Street-Schätzungen schlug und trotzdem von Anlegern mit einem Kursrutsch von 12 Prozent, der 55 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtete, abgestraft wurde.

Bei Amazon nun die 180-Grad-Wende: Der Online-Pionier konnte bei Vorlage der Quartalszahlen nicht die hohen Analystenerwartungen erfüllen und blieb sowohl bei Gewinn als auch Umsatz unter den Erwartungen des Marktes. Die Gaga-Reaktion der Wall Street: Ein frenetischer Jubel mit einem Kurssprung im nachbörslichen Handel von 9 Prozent auf  neue Allzeithochs bei 283,50 Dollar.

Wall Street-Erwartungen verfehlt

Keine Frage: So wie Apple-CEO Tim Cook an der Börse nur alles falsch machen kann, genießt Amazon-Gründer Jeff Bezos an der Wall Street offenbar schier endloses Vorschussvertrauen. Selbst bestenfalls durchwachsene Bilanzen werden immer durchgewinkt.

So auch gestern Abend: Das nach Google zweitwertvollste Internet-Unternehmen blieb sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutlich unter den Analystenschätzungen zurück: Erlöse in Höhe von 22,3 Milliarden Dollar wurden erwartet, Amazon lieferte eine glatte Milliarde weniger, lediglich 21,27 Milliarden Dollar. Allerdings stieg die Bruttogewinnmarge auf 24 Prozent.

Im laufenden Quartal drohenden dreistellige Verluste

Die Gewinne fielen mit ganzen 95 Millionen Dollar eher symbolisch aus und lagen 45 Prozent unter dem Vorjahresniveau.  Im laufenden Quartal verliert Amazon dann sogar wohl richtig Geld: Das Konzernergebnis werde zwischen 65 Millionen Dollar und einem Minus von 258 Millionen liegen, gab Jeff Bezos Analysten und Anlegern mit auf den Weg.

Neuer Wachstumstreiber ist weiter die Kindle-Sparte, deren Umsätze um  70 Prozent anzogen. Angaben zur Menge der verkauften Geräte machte Bezos indes nicht.  Das klassische Buchgeschäft konnte indes nur noch um 5 Prozent zulegen. An der Börse scheint Amazons Wachstum indes unbegrenzt: Der Online-Pionier ist inzwischen über 130 Milliarden Dollar wert.

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