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Chefredakteurin Ahlemeier verlässt dapd

Ab den 1. Februar übernimmt Ulrich Ende offiziell die dapd. Nachdem also der Fortbestand der Agentur gesichert ist, verlässt die bisherige Chefredakteurin Melanie Ahlemeier den dpa-Konkurrenten. So nutzt sie den Agentur-Neustart gleichzeitig für einen persönlichen Neubeginn. Wie die Online- und Wirtschaftsexpertin gegenüber MEEDIA betont, erfolgt dieser Schritt allerdings im Guten. Ihr bisheriger Co-Chefredakteur Dirk von Borstel bleibt auf seinen Posten. Zur Zeit ist unklar, ob es weiterhin eine Doppelspitze geben soll.

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Als Grund für ihre Demission gibt Ahlemeier an, dass sie wieder stärker inhaltlich-thematisch arbeiten wolle. Die ehemalige dpa-Volontärin erklomm bei der dapd innerhalb weniger Jahre gleich mehrere Stufen der Karriereleiter. Im März 2011 wechselte sie als Ressortleiterin Wirtschaft in die Berliner Redaktion. Im Sommer wurde sie gleich zur Nachrichten- und Online-Chefin ernannt. Als Cord Dreyer im Herbst 2012 die Agentur verließ, übernahm sie zusammen mit Dirk von Borstel die Chefredaktion. Die Aufteilung: Ahlemeier kümmerte sich um die Texte und ihr Partner um den Bild-Bereich.

Das Duo steuerte die Agentur durch die Insolvenz und die daraus resultierende Phase von Entlassungen und Restrukturierungen. Mit der Übernahmen durch Ulrich Ende scheint die dapd nun wieder ruhigeres Fahrwasser zu erreichen.

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Mitte Dezember stellten die Chefredakteure noch "zehn goldene Regeln" auf, wie künftig Journalismus "made by dapd" aussehen solle. Das Ziel von Ahlemeier und Borstel: Mehr Qualität, mehr Exklusivität, mehr Formate, mehr Online-Denke. Ob es gelingt diese Regeln tatsächlich umzusetzen, wird zumindest Ahlemeier nun bald nur noch von Außen beurteilen können.
Die neue dapd Nachrichten GmbH startet am 1. Februar als Vollagentur mit den Basisdiensten Politik, Wirtschaft und Panorama, den zwölf Landesdiensten sowie den Themendiensten und Auslandsberichten. Zudem soll es auch weiterhin Fotodienste und Videoangebote geben. "Wir haben es geschafft, die dapd in kurzer Zeit aus der Insolvenz zu übernehmen und ein verlässliches und gleichwertiges Angebot für die Kunden zu entwickeln. Dieses werden wir in Zukunft weiter verbessern", erklärte Ulrich Ende, Geschäftsführer der neu gegründeten dapd Nachrichten GmbH. 

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