Schleichwerbung an Unis: taz startet “Hochschulwatch”

Publishing Die taz, die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland und der Freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) haben am Donnerstag das Projekt "Hochschulwatch. MachtWirtschaftUni" gestartet. Es soll Beispiele von fragwürdiger Einflussnahme an Hochschulen sammeln und offen legen. taz-Redakteur sollen die Webseite moderieren.

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Professoren, Dozenten, Mitarbeiter und Studierende an Hochschulen sind aufgerufen, das Portal mit Fällen und Hinweisen zu füllen. "Wo werden Hörsäle zu Werbeflächen, wie beim Aldi-Süd-Hörsaal der Universität Würzburg? Wo gibt es intransparente Verträge, wie an der Universität Köln, die einen Vertrag mit der Bayer Healthcare AG zur Förderung der Krebs- und Herzforschung abgeschlossen hat und diesen hartnäckig unter Verschluss hält?", fragen die Macher auf Hochschulwatch.de.
Reiner Metzger, stellvertretender Chefredakteur der taz sagt: "Die Erfahrung mit unserem anonymen Briefkasten ‘Uni-Leaks’ hat uns gezeigt, dass die Ökonomisierung der Hochschulen voranschreitet. Diese Geschichten wollen wir erzählen." Edda Müller, Vorsitzende von Transparency, ergänzt: "Wir wollen die Erkenntnisse dazu nutzen, um systematischer problematische Formen der Beeinträchtigung der Freiheit und Unabhängigkeit von Forschung und Lehre an unseren Hochschulen erfassen zu können." Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt.

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