Geo bringt sein Heft komplett aufs iPad

Publishing Geo entdeckt die Möglichkeiten des iPads: Endlich gibt es Gruner + Jahrs Monatsmagazin auch in einer App-Version für das Apple-Tablet. Im Gegensatz zur gedruckten Ausgabe wird  die E-Version mit vielen Multimedialen Inhalten zusätzlich aufwarten. So soll Geo künftig noch stärker „leuchten“, „hörbar“ sein und sich „bewegen“ können. Der Preis für die digitale Vollversion liegt bei 5,90 Euro. Damit sparen die Tablet-Leser 90 Cent gegenüber dem Kiosk-Preis.

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"Wir wollen Geo in seiner digitalen Version auf höchstem Standard zum Leuchten bringen", erklärt Chefredakteur Peter-Matthias Gaede, und das gelte "vor allem für die schon jetzt zu Recht gerühmte Fotografie, die auf dem iPad eine ganz neue Strahlkraft entwickelt." Als Audio-Extra lesen in der iPad-Augabe alle Autoren nun ihre jeweiligen Texte und Reportagen vor. Zudem sollen Videos, 360°-Panoramen und interaktive Karten und Grafiken für möglichst viel Bewegung sorgen.

Der reguläre Vertrieb der neuen App beginnt mit dem Erstverkaufstag der Februar-Ausgabe. Die Januar-Nummer gibt es allerdings auch schon für Tablet – und zwar kostenlos zum Kennenlernen. Sie beinhaltet unter anderem einen Film zur spektakulären Bezwingung der Nebelberge in Venezuela. Der monatliche Wissentest soll zudem diesmal unter anderem abfragen, welche Kirchenmusik auch zum Kampflied von Arbeiterparteien taugt könnte. Dazu können die App-User Chorgesang aus dem Greifswalder Dom hören.

Entwickelt wurde das E-Magazin vom Digital Lab der Gruner + Jahr-Abteilung House of Content. "Wir haben uns bewusst gegen ein App-Produkt aus der Retorte entschieden. Alle Ideen kommen authentisch aus der Redaktion. Zugleich aber wollten wir vermeiden, den Usern einen Jahrmarkt der verwirrenden App-Funktionen aufzunötigen. Klar, klug, schön gestaltet soll die Geo sein. Und einfach in der Handhabung", sagte Gaede.

Den Erfolg des neuen Geo-Angebotes wird die Branche mit großem Interesse und Anteilnahme verfolgen. Denn theoretisch gibt es kaum einen Titel, der solche großen multimedialen Möglichkeiten hätte wie das G+J-Magazin. Reise-Reportagen inklusive O-Tönen und Video-Material, spektakuläre Bilder und animierte Schaubilder zu komplexen wissenschaftlichen Themen: Das sind die Inhalte, die auf iPads besonders gut funktionieren.

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