„Da hat YouTube ganze Arbeit geleistet“

Der Gema-Chef Harald Heker hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung die Forderungen der Verwertungsgesellschaft gegenüber YouTube gerechtfertigt. 0,375 Cent pro Stream sei eine "angemessene Vergütung". YouTube will sich aber auf eine Pro-Strem-Vergütung nicht einlassen. Andere Anbieter wie Spotify, Simfy, auch Google Music hätten aber bereits Verträge mit der Gema. Warum ist die Gesellschaft in der Öffentlichkeit trotzdem der Böse? "Da hat YouTube ganze Arbeit geleistet", sagt Heker.

Anzeige

Vor allem der Hinweis von YouTube bei nicht verfügbaren Musikvideos, die Gema habe "die Verlagsrechte nicht eingeräumt", sei irreführend, so Heker. "Wir lassen uns nicht hinhängen als diejenigen, die ahnungslosen Nutzern den Konsum ihrer Lieblingsvideos untersagen." Der Hinweis soll also verschwinden, am Besten wäre aber eine Einigung mit der Google-Tochter.
Interessant: Auch mit dem Streaming-Anbieter Spotify hat die Gema nur eine "Einführungsregelung" getroffen. Es sieht also danach aus, als ob die Gesellschaft doch zumindest über ein kleines Maß an Flexibilität bei dem Abschluss von Verträgen verfügt. Doch das Maß scheint noch zu klein für YouTube zu sein. Wohl auch, weil das Volumen der abgespielten Videos über die Plattform das anderer Anbieter noch bei weiten übersteigt und darum eine Pro-Stream-Lösung sehr teuer werden könnte für die Amerikaner. 

Die Gema will ihre Rechtsposition gegenüber YouTube nun in einem Schiedsverfahren prüfen lassen.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige