Apple: bald Billig-iPhone und Phablet?

Es könnte der Befreiungsschlag gegen immer wendigere Konkurrenz aus dem Android-Lager werden: Wie das Wall Street Journal berichtet, plant Apple offenbar, ein billigeres iPhone auf den Markt zu bringen. Die Gerüchte sind nicht ganz neu: Schon im Dezember spekulierte die Investmentbank Jefferies über ein günstigeres Einstiegsmodell speziell für die Schwellenländer. Bei Apple verfolge man diese Option bereits seit 2009, heißt es nun beim WSJ. Unterdessen kursieren ebenfalls Gerüchte über ein größeres iPhone.

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Es könnte der Befreiungsschlag gegen immer wendigere Konkurrenz aus dem Android-Lager werden: Wie das Wall Street Journal berichtet, plant Apple offenbar, ein billigeres iPhone auf den Markt zu bringen. Die Gerüchte sind nicht ganz neu: Schon im Dezember spekulierte die Investmentbank Jefferies über ein günstigeres Einstiegsmodell speziell für die Schwellenländer. Bei Apple verfolge man diese Option bereits seit 2009, heißt es nun beim WSJ. Unterdessen kursieren ebenfalls Gerüchte über ein größeres iPhone.

Der große Ratereigen ist eröffnet: neues Jahr, neue Spekulationen über Apples mögliche Produktneuerungen. Nachdem das Kultunternehmen aus Cupertino erst Ende vergangenen Jahres 80 Prozent seines Produktportfolios erneuert hatte, scheint der Spielraum für große Würfe in diesem Jahr zunächst einmal begrenzt.

Doch groß auf den Lorbeeren ausruhen kann sich der Branchenprimus nicht – das unterstrichen nicht zuletzt gestern die Fabelzahlen vom großen Rivalen Samsung, der sich Apple in Riesenschritten nähert und in der Gesamtanzahl der verkauften Smartphones im Weihnachtsquartal längst vorbeigezogen ist.

Samsung bestimmt den Rhythmus der Smartphonebranche

Noch schwerwiegender für Apple: Es scheint kaum Besserung in Sicht. Im Gegenteil: Samsungs Erfolg scheint einem Gutteil seiner Diversifizierungsstrategie geschuldet, mit der die Koreaner ihre Kunden praktisch im Monatsrhythmus mit neuen Modellen versorgen. Der nächste Coup ist bereits vorprogrammiert. Schon im laufenden Quartal soll der Nachfolger des Bestsellers Galaxy SIII auf den Markt kommen – das SIV.

Der Druck auf Cupertino wächst weiter. Dass sich Apple das Festhalten am einjährigen Erneuerungszyklus des iPhones kaum mehr leisten kann, hat Staranalyst Gene Munster bereits im vergangenen Jahr ausgemacht. Munster prognostizierte seinerzeit, dass Apple ab 2014 alle sechs Monate ein neues iPhone-Modell auf den Markt bringen könne.

WSJ und DigiTimes: Günstigeres iPhone für die Emerging Markets

Nun könnte die Zukunft vielleicht schon ein Jahr eher Gegenwart werden. Wie zunächst die DigiTimes und wenig später das Wall Street Journal vermeldeten, könnte Apple bereits im zweiten Halbjahr ein zweites iPhone-Modell vorstellen, nachdem Spekulationen zuletzt von einem vorgezogenen Launch des iPhone 5S oder gar der sechsten Generation im Juni kursierten.

Die demnach übernächste iPhone-Generation dürfte sich allerdings vor allem im Preis von seinem Vorgänger unterscheiden. So berichten sowohl die DigiTimes als auch das Wall Street Journal davon, dass Apple mit einem günstigeren iPhone in den Schwellenländern wie China zur Expansion blasen könnte. Bislang verkauft Apple sein hochpreisiges Premium-Modell weltweit ohne Abschläge. Wie das Wall Street unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise erfahren haben will, könnte Apple vor allem an Bauteilen seines Bestsellers sparen.

Ein günstigeres Modell wäre für die Schwellenländer eine keine ganz neue Spekulation. Ende vergangenen Jahres hatte Jefferies-Analyst Peter Misek von der Möglichkeit gesprochen, dass  Apple ein vergünstigtes iPhone auf den Markt bringen könne, das vor allem Schwellenländer und Prepaid-Kunden bedienen soll. "Wir glauben, dass eine gute Chance besteht, dass im nächsten Jahr ein günstigeres iPhone auf den Markt kommt", schrieb Misek im Dezember an Kunden der Investmentbank.

Kommt das Phablet-iPhone?

Doch das ist noch nicht alles. Die DigiTimes berichtet, dass Apple mit einem größeren iPhone den Markt aufrollen könnte – einem sogenannten "Phablet"-iPhone. Der Kunstname ist der Mischung aus "Phone" und "Tablet" – also jener Produktkategorie zwischen Smartphones und Tablets, die Samsung im vergangenen Jahr mit seinem Galaxy SIII und Note 2 salonfähig gemacht hatte.

Die Riesensmartphones sind ein Renner: Im dritten Quartal war das Samsung SIII das bestverkaufte Smartphone der Welt – noch vor dem iPhone 4S. Und so könnte es weitergehen: "2013 wird das Jahr der Phablets", erklärte Neil Mawston vom britischen Marktforscher Strategy Analytics gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.

Die Investmentbank Barclays schätzt unterdessen, dass sich der "Phablet"-Markt, zu dem Apple mit seinem schlanken iPhone 5 nicht zählt, binnen drei Jahren auf ein Volumen von 135 Milliarden Dollar vervierfachen könnte, berichtet die Online-Ausgabe von Fortune. Kaum vorstellbar, dass Apple einen solchen Markt lange ignoriert.

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