„Ich würde mit fünf Talkshows weitermachen“

Der neue ARD-Vorsitzende gibt im Spiegel sein Antritts-Interview: Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin erklärt NDR-Intendant Lutz Marmor, dass er gerne mit fünf Talk-Shows weiter machen würde und das er hofft, dass das Erste in drei bis vier Jahren wieder das Erste in der Publikumsgunst ist. In Sachen Rundfunkbeitrag kann der neue ARD-Chef die Beschwerden immerhin „teilweise Nachvollziehen“. Etwas ändern an der neuen Abgabe will er nicht.

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Das bedeutet: Für mehr Transparenz wird er wohl auch nicht sorgen wollen. Der NDR-Intendant glaubt, dass der neue Beitrag gerechter und einfacher zu vermitteln sei. Zudem sind dann „die Besuche an der Wohnungstür endlich Geschichte“.
So richtig zufrieden ist Marmor mit dem aktuellem Programm nicht: „Wir haben Probleme am Vorabend. Der Donnerstagabend ist schwierig. Und in der Unterhaltung könnten wir das eine oder andere sicherlich besser machen.“
So spricht keiner, der eine Programm-Revolution plant. Dazu passt, dass der neue ARD-Vorsitzende es auch am liebsten bei  den fünf Talkshows pro Woche belassen würden.  „Ich gehöre zu denen, die aus Talkshows Erkenntnisse ziehen. Und wenn ich mir die Zuschauerzahlen anschaue, dann ibn ich damit nicht allein“. Seiner Meinung nach hat die Kritik gewirkt. „Es sind nicht mehr die gleichen Gäste, es sind mehr Frauen in den Sendungen.“
Das Internet spielt nach Meinung des NDR-Intendant in Sachen Medienangeboten eher eine Nebenrolle. So versteht er den aktuellen Hype um die Diskussion mit den Verlegern nicht. „Die Deutschen schauen pro Tag im Schnitt drei Stunden und 45 Minuten lang fern. Das Netz nutzen sie weniger als anderthalb Stunden, und zwar für alles Mögliche. Sie erledigen Bankgeschäfte, buchen Reisen“.

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