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SWR nennt Bild-Bericht zum Rundfunkbeitrag „irreführend“

Der SWR kritisiert die Berichterstattung der Bild-Zeitung über den neuen Rundfunkbeitrag. Die Zeitung schrieb, die "TV-Zwangssteuer" solle vor allem dazu dienen, die Einnahmen von ARD und ZDF zu steigern. "Dies ist und bleibt grob falsch und irreführend", sagt SWR-Justitiar Hermann Eicher, der bei der ARD für den neuen Rundfunkbeitrag zuständig ist.

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Ein von Bild angeführtes Zitat des ehemaligen GEZ-Geschäftsführers Hans Buchholz ("Wir haben die Aufforderung, das Beitragsaufkommen um ein Prozent zu steigern") sei aus dem Zusammenhang gerissen. Es treffe zwar zu, dass in Berechnungen davon ausgegangen werde, dass sich durch den für den März geplanten einmaligen Datenabgleich mit den Einwohnermeldeämtern die Zahl der Beitragszahler möglicherweise um ein Prozent erhöhe, schreibt der SWR. Diese prognostizierte Erhöhung sei aber Teil einer Gesamtrechnung. Es müsse auch berücksichtigt werden, dass der neue Rundfunkbeitrag ebenso deutliche Mindereinnahmen verursache.
Als Beispiele nennt der Sender unter anderem den Wegfall von Mehrfachgebührenpflichten und die Beitragsfreiheit für das erste Kraftfahrzeug pro Betriebsstätte für Unternehmen. Die Gesamtrechnung gehe wegen dieser zu erwartenden Mindereinnahmen von "Aufkommensneutralität" aus. Die von der Bild-Zeitung vorhergesagten Steigerungen der Einnahmen "um mindestens zehn Prozent" seien aus Sicht von ARD, ZDF und Deutschlandradio in keinster Weise nachvollziehbar. "Eine Nachfrage bei ARD oder ZDF wäre journalistisch angebracht gewesen, um diese Fehlberichterstattung zu vermeiden", kritisiert SWR-Justitiar Eicher.

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