Anzeige

Oli Kahn der Dauer-Werbe-Twitterer

Der Titan twittert wieder. Zumindest so ein bisschen. Nachdem der Ex-Bayernprofi und Nationaltorhüter unter großen Medienrummel während der Fußball-Europameisterschaft öffentlich im ZDF anfing zu twittern und schnell mehrere Tausend Follower einsammelte, war es am 28. Juni schon wieder vorbei mit dem Gezwitscher. Bis Mitte Dezember. Da entdeckte Kahn seinen Account wieder und macht seitdem damit, was er auch sonst nahezu überall im Netz macht: Werbung für das Portal Fanorakel.

Anzeige
Anzeige

"Werde wieder twittern – als Mitglied der @Fanorakel Redaktion" sendete Kahn am 10. Dezember in die Timelines. Direkt im Anschluss folgte die Umbenennung seines Accounts in @Fanorakel. Begründung: "Mein Konto wird entsprechend in Fanorakel umbenannt – weil es hier nur um Fussball und seine Fans gehen wird." Einen neuen Account legte Kahn nicht an, er übernahm sein mit viel Tamtam im Fernsehen gestartetes Profil.
Der Effekt: Die etwa 50.000 Follower konnten bequem übernommen werden. Eine extrem starke Social Media-Reichweite für das Portal. Zum Vergleich: Auch auf Facebook findet man Fanorakel. Der Account hier, ohne ZDF-Kahn-Bonus, hat nicht einmal 600 Fans.
Oli Kahn und Fanorakel – diese Verbindung ist nicht neu. Mehreren Berichten zufolge ist Kahn selbst als Anteilseigner am Startup beteiligt. Und: Fast alles, was der Ex-Fußballprofi im Internet macht, wird zu einer Werbeveranstaltung für selbiges. Derzeit bloggt der Ex-Profi nach jedem Spieltag für Bild.de. In seinen Beiträgen geht es laut Kahn "nicht allein um Themen aus dem Tagesgeschäft, sondern insbesondere um Meinungen der Fans, die über fanorakel.de permanent ermittelt werden und in meinem Blog kommentiert werden."
Ähnlich ist es seit längerem bereits bei Eurosport, wo Kahn ebenfalls bloggt. Auch hier bringt er regelmäßig die Umfragen des Portals inklusive Verweis unter. In der Beschreibung zum Blog heißt es, dass diese "Stimme der Fans" im Mittelpunkt der Kolumnen stehe. Auf der Website von Oliver Kahn darf der prominente Verweis auf Fanorakel ebenfalls nicht fehlen.
Ähnlich wie Bayern oder die Nationalmannschaft in manch einem Spiel wäre Fanorakel ohne den Rückhalt Kahns wohl schon untergegangen. Zum Start des Projekts kooperierte man offen mit dem Kicker und dem ZDF, die dem Projekt beide Platz für Werbung ließen. Das ZDF, für das Kahn da schon als Experte tätig war, band einige der User-Umfragen aus Fanorakel in die Berichterstattung ein.
Die Kooperation besteht offiziell mittlerweile nicht mehr. Auf die mehr oder weniger unterschwellige Werbung durch Kahn kann sich Fanorakel aber weiter verlassen. Eines scheint derzeit sicher: Wer aktuell Kahn für einen Job kauft, kauft Fanorakel direkt mit. Vielleicht ist der Titan deshalb noch nicht Manager in einem Bundesliga-Club geworden. Wobei: Vermarkten kann er ja…

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*