Dapd-Käufer Ende: „Ich bin Optimist“

Publishing Ulrich Ende, der neue Investor bei dapd, will keine Garantien abgeben, aber "leidenschaftlich" für Arbeitsplätze bei der insolventen Agentur und für "eigenständigen Qualitätsjournalismus" kämpfen. In einem Interview mit dem Tagesspiegel hält Ende an der Idee fest, dapd als "zweite große Nachrichtenagentur neben der dpa" zu positionieren. Zum Start wollen Ende und fünf weitere, bisher anonyme Mitinvestoren zwei Millionen Euro in die Agentur stecken.

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"Wirtschaftlich unsinnig" sei es gewesen, die dapd in den vergangenen Jahren vor allem personell so aufzublähen. "Einen zweiten Sportdienst braucht beispielsweise niemand", sagte der Medienmanager dem Tagesspiegel. Die Agentur stehe jetzt "plus minus null" da, es lägen bereits "mehrere Kooperations- und Investitionsangebote" vor. Als Kompensation für den Verlust der AP-Lizenz arbeite man einem Alternativangebot, "das unsere Kunden sicher überzeugen wird".

Ende präsentiert sich als Realist ("Wo in diesem Leben gibt es eine Garantie?") mit optimistischem Ansatz. Es nerve ihn, dass im deutschen Journalismus ständig "Haare in der Suppe" gesucht würden. Stattdessen solle die Branche lieber gemeinsam an ihrer Zukunft bauen. Für eine Umbenennung der Agentur sei er offen, sagt der ehemalige Chef von N24, "Marketing-Spielchen" dieser Art stünden aber nicht im Vordergund.

Zu seinen Mitinvestoren und deren Motivation gibt Ende in dem Interview keine Auskunft, auch nicht über seine Beziehung zu den ehemaligen Investoren Peter Löw und Martin Vorderwülbecke. Sowohl Ende wie auch dapd-Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma haben zuvor beteuert, die beiden Investoren seien "draußen".

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