„The Voice“ legt zum Finale nochmal zu

Fernsehen Lachende und weinende Augen beim Finale der zweiten "The Voice of Germany"-Staffel. Auf der einen Seite gewann die Show im jungen Publikum souverän den Tag, holte mit 2,12 14- bis 49-Jährigen stolze 19,7% und damit bessere Zahlen als in den beiden Vorwochen. Aber: Im Vergleich zum Finale der ersten Staffel im Februar ging es spürbar bergab. Damals sorgten 2,67 Mio. noch für 22,3%. Nicht so ganz zufrieden wird RTL mit dem "Promi-Special" von "5 gegen Jauch" sein, es blieb unter den Sender-Normalwerten.

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Hier sind die 5 Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. "The Voice" endet schwächer als vor zehn Monaten
Es ist das Problem, mit dem viele Castingshows zu kämpfen haben: Die ersten Folgen der Staffel laufen sensationell, danach geht es in der Live-Phase spürbar bergab. Was bei "DSDS" mit der Comedy in den Casting-Zusammenschnitten zu tun hat, ist bei "The Voice" die spannende Phase der Blind Auditions. 3,48 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen in der ersten Woche der zweiten Staffel noch zu, zwischenzeitlich blieben davon nur noch 1,85 Mio. übrig, im Finale waren es immerhin wieder 2,12 Mio. Was bei "The Voice" ebenfalls nicht anders ist als bei anderen Casting-Formaten: Die Beliebtheit nimmt ab. So blieb Staffel 2 klar unter Staffel 1 – auch im Finale. 550.000 der 2,67 Mio. 14- bis 49-Jährigen, die vor zehn Monaten Ivy Quainoo als Siegerin sahen, waren beim Sieg von Nick Howard in Staffel 2 nicht mehr dabei.

2. "5 gegen Jauch"-Promi-Special nur bei den Älteren stark
Klar verloren hat RTLs "5 gegen Jauch"-Promi-Special gegen "The Voice" – allerdings nur bei den 14- bis 49-Jährigen. Mit 1,61 Mio. Zuschauern aus dieser Zielgruppe erreichte die Show nur unbefriedigende 14,6% und blieb damit unter den RTL-Normalwerten. Im Gesamtpublikum gab es hingegen 4,46 Mio. Seher und gute 15,2%, den Über-50-Jährigen sei Dank. Mehr junge Zuschauer erreichte RTL übrigens am Vorabend: mit "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" 1,82 Mio. (20,0%).

3. "heute-show" und "satirischer Jahresrückblick" stark bei Jungen
Für ZDF-Verhältnisse tolle Marktanteile erreichte der öffentlich-rechtliche Sender am späten Freitagabend: Der Jahresrückblick der "heute-show" kam ab 22.30 Uhr mit 840.000 14- bis 49-Jährigen auf 8,3%, "Der satirische Jahresrückblick 2012" ab 23.15 Uhr mit 740.000 sogar auf 8,8%. Damit erreichten beide Sendungen sogar ein größeres junges Publikum als "Ein Fall für zwei" um 20.15 Uhr (730.000 / 6,6%).

4. FC Bayern und Gladbach bescheren Sky Freitags-Rekord
Toller Erfolg für Pay-TV-Anbieter Sky: Mit dem letzten Hinrundenspiel des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach lockte man am Freitagabend 840.000 Fans an. Das reichte trotz starker Show-Konkurrenz nicht nur für einen Prime-Time-Marktanteil von immerhin 2,7% im Gesamtpublikum, sondern auch für eine neue Freitags-Bestleistung. Seit dem Start der offiziellen Sky-Quotenmessung am 1. April 2011 erreichte kein Freitagsspiel solch hohe Zuschauerzahlen. Den bisherigen Rekord hielt das Match Dortmund-Stuttgart aus dem März mit 770.000 Sehern.

5. Filme und Serien: ProSieben schwach, RTL II stark, ARD mittelmäßig
Abseits von Show und Sport versuchten auch zahlreiche Sender ihr Glück mit Filmen und Serien. Unter dem Soll blieb dabei ProSieben mit "10.000 BC": 1,09 Mio. 14- bis 49-Jährige und 9,8% sind für die Ansprüche des Senders zu wenig. Vergleichsweise besser lief es für RTL II: 910.000 sahen "Der Grinch" – ein toller Marktanteil von 8,1%. Bei Vox und kabel eins blieben "CSI: Miami", "CSI" und "Castle" hingegen allesamt blass. Im Gesamtpublikum gewann "Ein Fall für zwei" den Tag mit 5,01 Mio. Zuschauern vor der "SOKO Leipzig" (4,60 Mio.), die ARD-Premiere "Mein verrücktes Jahr in Bangkok" erreichte mit 2,67 Mio. nur halbwegs solide 11,8% und Platz 7 der Tages-Charts.

Die Top 20 der meistgesehenen Sendungen bei den 14- bis 49-Jährigen und die "5 Dinge" der vergangenen Tage finden Sie wie immer hier.

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