Krautreporter: die Crowd zahlt die Recherche

Publishing Die dapd und die FR sind insolvent, die FTD eingestellt und die WAZ will 20 Prozent kürzen. Im Herbst 2012 stecken viele Zeitungen in der Krise. Einige Journalisten sind deshalb auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Eine neue Option ist Crowdfunding. Heißt: Viele Menschen helfen mit kleinen Beträgen gemeinsam eine Recherche zu ermöglichen. Genau das will ab Januar Krautreporter.de leisten. Die Plattform hofft Reporter mit guten Themen und potentielle Unterstützer zusammen zu bringen.

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Die dapd und die FR sind insolvent, die FTD eingestellt und die WAZ will 20 Prozent kürzen. Im Herbst 2012 stecken viele Zeitungen in der Krise. Einige Journalisten sind deshalb auf der Suche nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Eine neue Option ist Crowdfunding. Heißt: Viele Menschen helfen mit kleinen Beträgen gemeinsam eine Recherche zu ermöglichen. Genau das will ab Januar Krautreporter.de leisten. Die Plattform hofft Reporter mit guten Themen und potentielle Unterstützer zusammen zu bringen.

So sieht das neue Krautreporter.de aus

Hinter dem Projekt steht Sebastian Esser. Der Chefredakteur des pausierenden Medienmagazins V.i.S.d.P. hat bereits eine gewisse Erfahrung im Vermitteln von Journalisten und Texten. Gemeinsam mit Hajo Schumacher baute er die Text-Börse Spredder.de auf. Ihr Erfolg war allerdings eher mäßig. Im Juli vergangenen Jahres fusionierte das Portal dann mit DieRedaktion.de.

Jetzt also die nächste Präsentations-Plattform für Reporter und Autoren. Seinen grundsätzlichen Ansatz erklärt er im Interview mit Dirk von Gehlen: „Es gibt es eine Journalisten-Regel: Follow the money. In der ganzen Diskussion ist Crowdfunding eines der wenigen Experimente, das eine Antwort auf die entscheidende Frage verspricht: Wie finanzieren wir in Zukunft den aufwändigen, schwierigen, wichtigen Journalismus, wenn Verlage und Sender es nicht mehr tun?“

In den USA gibt es mit Spot.us ähnliche Projekte, die zumindest auf der publizistischen Ebene auf einige Erfolge verweisen können. Ob diese Plattformen allerdings mittelfristig immer wieder genügend Kapital einsammeln können, damit die jeweiligen Recherchiert werden, ist noch unklar.

Noch befindet sich das Krautreporter im Test-Betrieb. Allerdings verrät Esser im Krautreporter-Blog die Zugangsdaten, mit denen bereits vor dem Start alle Interessierten einen Blick in das Portal werfen können.

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