Pardon-Verkauf: „Erwartungen übertroffen“

Publishing Der "Yps-Faktor" scheint auch bei Pardon zu wirken: Die Comeback-Ausgabe des Gimmick-Heftes war innerhalb weniger Tage offenbar in weiten Teilen Deutschlands vergriffen. Das Neuauflage des Satire-Klassikers Pardon zum 50-jährigen Jubiläum könnte eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben. Obwohl erst seit Donnerstag auf dem Markt, soll die Zeitschrift von Wolfram Weimer (Ex-Focus-Chef und Cicero-Gründer) vielerorts bereits vergriffen sein, wie aus dem Verlag zu hören ist.

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Weimer hatte das Magazin wiederbelebt, weil er beim Thema Humor eine Marktlücke im Zeitschriftengeschäft sieht. Für die zunächst einmalige Ausgabe verpflichtete er die Medienjournalisten und Clap-Macher Peter "Bulo" Böhling und Daniel Häuser als Chefredakteure. Obwohl die Kritiken zur Neuauflage mit der Cover-Story "Das geheime Tagebuch von Gott" durchwachsen waren, scheint das Magazin von einem gewissen Retro-Trend im deutschen Zeitschriften-Handel zu profitieren. Einige der einst rund 1,5 Millionen regelmäßigen Leser könnten sich das Heft als nostalgisches Erinnerungsstück gesichert haben. Passend dazu formulierte Peter Littger auch gerade erst die Überlegung, dass sich Magazine und Zeitungen gerade zu Sammler-Objekten wandeln. 
Der Verlag will sich nun um eine rasche Nachlieferung kümmern. Dort heißt es auf MEEDIA-Anfrage, die Nachfrage "übertrifft die Erwartungen deutlich". Die Startauflage lag bei 70.000 Exemplaren, die auf 15.000 Verkaufsstellen verteilt wurden. Den Vertrieb besorgt Gruner + Jahr.

Den Vergleich mit dem Überraschungserfolg des Yps-Revivals vor einigen Wochen hatten die Blattmacher übrigens geradezu provoziert. Die Satiriker brachten das Heft mit einem Extra-Button in den Handel: "Ohne Urzeit-Krebse".

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