IVW: eBay zieht erstmals an T-Online vorbei

Publishing Wechsel an der Tabellenspitze der IVW-Charts: Erstmals gelang es der Auktionsplattform eBay, an dem Zusammenschluss der vielen T-Online-Websites vorbei zu ziehen. Mit 387,8 Mio. Visits stellte eBay im November zudem einen neuen Rekord auf. Erneut extrem zulegen konnten in der IVW-Statistik die Games-Angebote King.com und Curse, die allerdings mehr als 90% ihrer Visits im Ausland holen. Erstmals dabei - mit immerhin schon etwa 766.000 Visits - ist der New Scientist.

Werbeanzeige

Schon im Oktober war der Vorsprung von T-Online auf eBay auf rund 20 Mio. Visits zusammen geschrumpft. Dank eines 17,4-Mio-Wachstums bei eBay und eines 9,0-Verlustes bei T-Online zog die Auktionsplattform, die im November und Dezember traditionell am stärksten ist – Stichwort Weihnachts-Geschenke – an T-Online vorbei. Der Telekom-Multi, zu dessen Angebot nicht nur T-Online.de, sondern auch starke Websites wie autoscout24.de und immobilienscout24.de zählen, verliert damit zum ersten Mal seit Juni 2010 den Spitzenplatz des IVW-Rankings. Damals lagen die VZ-Netzwerke vor T-Online.

Das Trio aus StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ belegt inzwischen nur noch Platz 36 der Tabelle, büßte auch im November wieder Visits ein und kommt inzwischen nur noch auf 24,7 Mio. Visits. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es noch 364,1 Mio. Bleiben wir aber noch ein bisschen auf den ersten Plätzen der aktuellen IVW-Charts: Ein gigantisches Wachstum verzeichnet dort erneut die Games-Plattform King.com, die weitere 70 Mio. Visits hinzu gewinnt und mit 159,6 Mio. nun schon direkt hinter Yahoo auf Platz 6 liegt – knapp gefolgt von Curse mit inzwischen 121,4 Mio. Besuchen. Das Problem an der Sache: Wie bereits berichtet, stammen mehr als 90% der Visits von King und Curse aus dem Ausland. Mit der Realität der deutschen Onlinebranche haben solche Zahlen und Platzierungen dann leider nichts zu tun.

Zu den großen Verlierern des Monats gehören – wie die Plätze 24 und 38 zeigen – die Wetter-Websites. Überraschend ist das nicht, denn die Leute schauen im Sommer nunmal öfter auf das Wetter als im Herbst oder Winter. Ein weiterer großer Gewinner findet sich hingegen auf Rang 47: Die Fußball-Tipp-Plattform kicktipp.de legte um heftige 46,4% zu. Der Hauptgrund: Im Oktober gab es wegen der Länderspielpause nur drei Bundesliga-Spieltage, im November wegen der englischen Woche fünf. Interessant übrigens noch im Zusammenhang mit den VZ-Netzwerken: Sie sind nun auch hinter Xing zurück gefallen:

Die Aufsteiger-Top-5 wird unterdessen von King.com und Curse angeführt – wegen der vielen Auslands-Visits. Dahinter folgen die genannten eBay und kicktipp.de, sowie Check24, das wohl von Leuten profitierte, die zum Jahresende ihren KfZ-Versicherungsanbieter und dergleichen wechseln wollen. Ebenfalls profitiert hat Verivox, mit einem Plus von 2,36 Mio. Visits bzw. 58,5% belegt es Platz 7 unter den Gewinnern.

Der größte Verlierer des Monats heißt diesmal Windows Live: Satte 21,9% hat das Microsoft-Angebot verloren – mehr als wetter.com, Bigpoint.com, T-Online und Bild.de, die die Flop 5 komplettieren.

Auf den ersten beiden Plätzen der Neulings-Top-5 finden sich zwei weitere Games-Angebote: Jetztspielen.de und Spielen.com erzielen 88,5% bzw. 71,8% ihrer Visits allerdings im Inland – und nicht wie King.com im Ausland. Ebenfalls klar über die Mio.-Marke gesprungen sind Laola1.tv und Girlsgogames, dahinter folgt die Film-Website Viewster mit 776.923 Besuchen. Knapp den Einzug in die Top 5 verpasst hat der New Scientist. Während es für das neue Wochenmagazin noch keine Print-Zahlen gibt, erreichte der Online-Ableger im November immerhin schon 766.226 Visits. Zum Vergleich: Der seit vielen Jahren existierende Konkurrent Spektrum der Wissenschaft kommt inklusive Ableger wie wissenschaft-online.de, scilogs.de, etc. auch nur auf 1,00 Mio. Visits.

In den Vermarkter-Charts gab es im November nur einen Plätzetausch: G+J zog an der iq vorbei auf Platz 9. Deutlich zugelegt hat InteractiveMedia, das die T-Online-Verluste durch das Mega-Plus von King.com ausgleichen konnte. eBay folgt auf Rang 2, Axel Springer auf der 3.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige