„Kickstart“: Norweger kaufen ddp direct

Publishing Der PR-Dienstleister ddp direct wird an die norwegische NHST Media Group verkauft. Ddp direct war bisher ein Tochterunternehmen der dapd-Gruppe, die seit kurzem unter dem Namen HQTA firmiert. Es gehört zu den Firmen der dapd, die nicht in die Insolvenz gingen. Der Verkauf bedeutet vermutlich, dass die HQTA-Eigentümer Peter Löw und Martin Vorderwülbecke von Medien genug haben und die verbliebenen Assets ihrer Gruppe abstoßen. NHST betreibt bereits PR-Dienstleister in mehreren Ländern.

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Mit ddp direct kaufen sich die Norweger, die u.a. die Wirtschafts-Tageszeitung Dagens Naeringsliv herausgeben, den nach eigenen Angaben zweitgrößten PR-Dienstleister Deutschlands. Marktführer ist die dpa-Tochter news aktuell. Die Wachstumsraten im Geschäft mit der Verbreitung von Pressemitteilungen und –kampagnen über verschiedene Kanäle lägen bei rund 20 Prozent, heißt es bei NHST. Der Kauf gäbe dem Geschäftsfeld einen "kick start" für Deutschland, sagt NHST-Chef Gunnar Bjorkavag. Wolfgang Zehrt, der Geschäftsführer von ddp direct, sieht den Kauf als "großartige Gelegenheit" zur Expansion.

Wie viel NHST für das Unternehmen bezahlt hat, verraten weder Käufer noch Verkäufer. Zehrt war bis Anfang Oktober auch im Vorstand der dapd media holding und dort für die Entwicklung zukünftiger Geschäftsfelder verantwortlich. Es ist davon auszugehen, dass die Holding mit Sitz in München über kurz oder lang abgewickelt wird. Die Mehrzahl der dort angestellten Manager hat die Holding nach MEEDIA-Informationen inzwischen verlassen müssen. Ebenfalls zum Verkauf könnte die profitable Bildagentur ddp images stehen. Unklar ist, wie es mit dem Unternehmen Airmotion weitergeht, bei dem ein lukrativer Dienstleistervertrag mit der Daimler AG liegt.

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