Nachrichtensender N24 erreicht Gewinnzone

Fernsehen Der Nachrichtensender N24 schreibt im laufenden Jahr schwarze Zahlen. Dem Handelsblatt gegenüber sagte Torsten Rossmann, geschäftsführender Gesellschafter: "Die N24-Gruppe wird 2012 unter dem Strich mit einem positiven Ergebnis abschließen. Im vergangenen Jahr hatte die N24-Gruppe vor Steuern eine schwarze Null." Laut Rossmann liegt die Umsatzrendite 2012 im "untersten einstelligen Bereich". Exakte Zahlen gibt er jedoch nicht an. Weiter gelte es, Kostendisziplin walten zu lassen.

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Nachrichten seien traditionell kein Geschäft mit hohen Margen, sagt Rossmann. Grund für das positive Ergebnis in 2012 sind ihm zufolge vor allem gestiegene Werbeerlöse. Diese seien im laufenden Jahr zweistellig gewachsen. Nachholbedarf bestehe aber im Online- und Mobilbereich, wo deutlich weniger als zehn Prozent der Gesamt-Werbeerlöse akquiriert worden seien.
Auch auf die bevorstehenden Monate blickt der TV-Manager mit Vorsicht: "2013 wird sicher kein einfaches Jahr. Der Werbemarkt wird sich voraussichtlich eintrüben", zitiert die Zeitung Rossmann. Der Sender werde weiter Kostendisziplin walten lassen.
Den Nachrichtenkanal sieht Rossmann aber dennoch auf einem guten Weg: "Das Management-Buy-out vor zweieinhalb Jahren war aus heutiger Sicht eine gute Entscheidung". Der Gesellschafter weiter: "Wir haben den Beweis geliefert, dass man auch mit weniger Geld qualitativ gute und wettbewerbsfähige Nachrichten machen kann." 
N24 war noch zu Kirch-Zeiten innerhalb der ProSieben-Gruppe konzipiert und gegründet. Ziel war es, einen Nachrichtensender mit 15 Stunden live-Programm zu etablieren. 2004 sollte der Sender erstmals Gewinne einfahren. Vom ambitionierten Ziel wurde aber wegen schlechter Ergebnisse nach und nach Abstand genommen. Das Live-Programm wurde zurück gefahren und zu großen Teilen durch Dokumentationen ersetzt, auch die eigne Wirtschaftsberichterstattung wurde eingestellt und durch einen Kooperationspartner, CNBC Europe, ersetzt.
Ende 2009 kündigte Thomas Ebeling, Chef des mittlerweile zu ProSiebenSat.1 fusionierten Unternehmens an, N24 verkaufen zu wollen. Als Käufer fanden sich schließlich der frühere ProSiebenSat.1-Manager Torsten Rossmann und Ex-Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust, die seit Mitte 2011 jeweils 26 Prozent am Sender halten. Mit jeweils zwölf Prozent beteiligt sind Maria von Borcke, Frank Meißner, Thorsten Pollfuß und Karsten Wiest.

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