Berliner Morgenpost reicht Beschwerde nach Razzia ein

Publishing Die Berliner Morgenpost geht gegen die Berliner Justiz vor: Weil das Springer-Blatt die Razzia in der Wohnung und dem Büro ihres Chefreporters wegen des Verdachts der Beamtenbestechung "eklatant unverhältnismäßig" findet, hat der Verlag eine siebenseitige Beschwerde eingereicht. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Darin ist unter anderem die Rede von Zahlungen an einen LKA-Beamten für "Bodyguard"-Tätigkeiten bei Recherchen im Kinderhändler-Milieu.

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Nach Auffassung der Zeitung hätte man die Bestechungsvorwürfe gegen den Reporter schon beim Eintreffen der Fahnder am vergangenen Mittwoch entkräften können. In dem Fall geht es um die angebliche Bestechung eines LKA-Beamten, gegen den seit dem Sommer wegen Weitergabe von Interna ermittelt wird.
Der Verlag erklärt, man habe dem Mann 3000 Euro gezahlt, die allerdings keine Bestechung gewesen sein, sondern vielmehr ein Honorar für eine Bodyguard-Tätigkeit im Kinderhändler-Milieu, zitiert der Spiegel in seiner aktuellen Ausgaben aus dem Schreiben. Später sei noch einmal Geld als Aufwandsentschädigung für die Beschaffung zweier Polizeijacken übergeben worden.
Die beschlagnahmte Technik des Chefreporters sei seit der Razzia versiegelt, da man noch vor Ort Beschwerde eingelegt hätte.

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