Ein Apple-TV scheiterte 2012 an Hardware

Warum debütierte dieses Jahr eigentlich nicht der lang erwartete Apple-Fernseher? Apple-Staranalyst Gene Munster hat eine eindeutige Erklärung: Es lag nicht an der Software, die mit der Set-Top-Box Apple TV bereits ziemlich ausgereift scheint – es lag an der Hardware. Genauer gesagt: Am fehlenden Bildschirm, der Apples Anforderungen entspricht. Im nächsten Jahr soll es nun soweit sein. Auch der Time Warner-CEO hofft bereits auf Apples großen Wurf auf dem TV-Markt.

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Warum debütierte dieses Jahr eigentlich nicht der lang erwartete Apple-Fernseher, der für viele Tech-Experten als sichere Sache galt? Apple-Staranalyst Gene Munster hat eine eindeutige Erklärung: Es lag nicht an der Software, die mit der Set-Top-Box Apple TV bereits ziemlich ausgereift scheint – es lag an der Hardware. Genauer gesagt: Am fehlenden Bildschirm, der Apples Anforderungen entspricht. Im nächsten Jahr soll es nun soweit sein. Auch der Time Warner-CEO hofft bereits auf Apples großen Wurf auf dem TV-Markt.

Es schien eine sichere Sache zu sein: Ein Jahr ist es her, als sich Technologie-Experten in Spekulationen über Apples nächstes "One more thing" übertrafen – der Apple-Fernseher, natürlich. Fünf Wochen vor dem Ende des Jahres scheint klar, dass diese Wette daneben ging. Apple hat gerade erst 80 Prozent des Produktportfolios erneuert, das sagenumwobene iTV war indes nicht dabei.

Bleibt die Frage, warum eigentlich nicht? Schließlich schien der Launch ausgemacht gewesen zu sein. Apple-Staranalyst Gene Munster, der seit 2010 einen Apple-Fernseher voraussagt, meint die Gründe zu kennen. Wie Munster gestern auf der Tech-Konferenz IGNITION erklärte, die von Blogkonglomerat Business Insider veranstaltet wird, liegt die Ursache für die Verschiebung nicht im Software-Bereich. Das liegt nahe, da der wertvollste Konzern der Welt mit seiner Set-Top-Box Apple TV bereits eine Verbindung zum Fernsehgerät hergestellt hat.

Gene Munster: Probleme mit dem Bildschirm haben den Start verzögert

Es war die Hardware, die Apple zu schaffen machte. Munster beruft sich dabei auf Quellen bei asiatischen Zulieferern. Apple wollte einen Bildschirm aus Indium-Gallium-Zink-Oxid fertigen, doch die Zulieferer hätten mit größeren Modellen Probleme gehabt, erklärte Munster.

Probleme mit den großen TV-Gesellschaften sieht der Piper Jaffray-Analyst eher nicht. Medienriese Disney, dem der TV-Sender ABC gehört, steht Apple bei Content-Lizenzensierungen traditionell nahe – beim Start der TV-Serien in iTunes war Disney etwa als erster der vier großen US-TV-Gesellschaften von Anfang an dabei. Apple-Gründer Steve Jobs stieg nach dem Verkauf von Pixar zudem zum größten Einzelaktionär Disneys auf. Aber auch Konzernchef Iger beteiligt sich gern anders herum:  Iger kaufte selbst unlängst für 1 Million Dollar Apple-Aktien zu.

Time Warner-CEO hofft auf einen Apple-Fernseher

Nun signalisierte auch ein anderer US-Medien-Gigant steigendes Interesse an einem Apple-Fernseher. Time Warner-CEO Jeff Bewkes erklärte ebenfalls gestern auf Ignition-Konferenz: "Ich hoffe, Apple bringt einen Fernseher heraus. Sie sind ein großartiger Gerätehersteller. Sie bringen ein tolles Interface und eine tolle Benutzerführung mit", so Bewkes.  

Gene Munster erwartet einen Apple-Fernseher, der zwischen 1500 und 2000 Dollar kosten dürfte. Das Gerät werde durch eine vereinfachte Benutzeroberfläche auffallen und mit Sprachsteuerung (Siri), Videochat (Facetime), der Anbindung an den AppStore und mit einem Spiele-Bereich daherkommen. Launch-Termin: November nächsten Jahres.

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