Bambi im Web alles andere als scheu

Publishing Über dieses Rehkitz spricht Twitter, Facebook & Co.: Die TV-Übertragung der Bambi-Verleihung am vergangenen Donnerstag fuhr nur eine enttäuschende Mager-Quote ein. Zudem waren die Kritiker von der Sendung wenig begeistert. Allerdings generiert Burdas Medienpreis dafür im Social Web eine große Aufmerksamkeit. Über Stunden gehörte der Event zu den Trending Twitter-Topics – und das sogar weltweit. Damit ernten die Macher die Früchte für ihr langfristiges Social Media-Engagement.

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Der Erfolg im Web kommt nicht von ungefähr. Seit 2011 verlängert Burda seinen wichtigsten Medienpreis auch offensiv ins Social Web. So sorgte im vergangenen Jahre bereits im Vorfeld der Gala ein Facebook-Contest, unterstützt durch Teenie-Star Justin Bieber, für viel Aufsehen. Die mit viel Brimborium gekürte Gewinnerin durfte dem Superstar die goldene Trophäe auf der Bühne überreichen. Bambi, so die Strategie der Macher, soll sich immer mehr zur 360-Grad-Medienmarke wandeln.

Die Facebook-Seite des Bambis

In diesem Jahr setzten die Münchner noch konsequenter auf das Netz. Neben den klassischen Plattformen wie Twitter, Facebook und YouTube wurde auch Tumblr, Spotify, Instagram und Pinterest vor, nach und während der Preisverleihung einbezogen. Beim Musikstreaming-Dienst gab es die passende Playlist zum Event. Bei Instagram setzte Burda auf einen Fotowettbewerb.

Die Instagram-Seite des Medienpreises

Für den meisten Buzz sorgten allerdings – wie erwartet – die Social Media-Klassiker. Bei Twitter zählten die Münchner 53.000 Tweets zu Bambi. Die Brutto-Reichweite soll bei 14 Millionen Twitter-Nutzern gelegen haben. Im Laufe der gesamten Kampagne zum Medienpreis konnte die Follower-Zahlen des Bambi-Accounts um zwölf Prozent gesteigert werden.

Die Twitter-Page

Was Letzteres betrifft, war das Social-Media-Team bei Facebook erfolgreicher. Hier konnten die Fanzahlen um 76 Prozent (von 90.000 auf 158.000) gesteigert werden. Insgesamt maßen die Münchner eine Reichweite von über einer Million Facebook-User. Die große Popularität der Teenie-Band One Direction, für die sich die vor allem die besonders Facebook-affinen Jugendlichen begeistern, tat sicherlich ihr übriges.

Besonders erfreulich waren offenbar die Abrufzahlen des Live-Streams. Die Vorberichterstattung am Veranstaltungstag kam auf über 355.000 Abrufe. Für Web-Verhältnisse ist dies ein beachtlicher Erfolg. Treiber dafür waren sicherlich neben One Direction die Auftritte von Hollywood-Star Salma Hayek sowie der Sängerin Celine Dion, die jeweils zahlreiche Fans auf der ganzen Welt haben. Damit setzt der Social Media-Buzz einen Kontrapunkt zu der mauen Zuschauerzahlen im TV. Interessante Frage ist allerdings, welche Tonalität die Postings im Social Web hatten. Theorisch ist alles möglich. Von Begeisterung bis böser Lästerei.

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