Freischreiber-Verband: Hölle-Preis für Sonntag Aktuell

Publishing Der Freischreiber-Verband hat am vergangenen Samstag zum zweiten Mal seinen Himmel- und Höllepreis vergeben. Die Jury befand den Umgang mit freien Autoren in der Redaktion der Zeitung Sonntag Aktuell (SWMH) als besonders "kaltschnäuzig". Den Himmel-Preis sicherte sich das Nachhaltigkeits-Magazin Enorm.

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Seit einem Jahr liefere Sonntag Aktuell Texte und Fotos ihrer Autoren ohne zusätzliche Vergütung an das Reiseportal fernweh-aktuell.com und die Münchner Abendzeitung, so die Begründung der Jury. Auf einen offenen Brief von 31 Autoren habe der Verlag nicht geantwortet. Im Umgang mit freien Autoren ebenfalls nicht hervorgetan hätten sich das Handelsblatt und Zeitungen der Verlagsgruppe Madsack (u.a. Hannoversche Allgemeine).

Faire Arbeitsbedingungen "auf Augenhöhe" biete dagegen die Redaktion des unabhängigen Nachhaltigkeits-Magazins Enorm. "Es ist eine besondere Leistung, wenn junge und (noch) kleine Unternehmen sich so fair und sozial verhalten, wie es die großen Medien-Unternehmen locker könnten und nicht tun", sagte Jury-Mitglied Wolfgang Storz. Weiteres Lob erfuhren die Redaktionen der Magazine Mare, Reportagen (Schweiz) und Solarthemen.

"Ich habe noch nie verstanden, warum Redakteure schlecht mit ihren Autoren umgehen", sagte Marc Winkelmann, Vize-Chef von Enorm. Die Preise wurden am Samstag im München verliehen. Die Hölle-"Preisträger" waren zur Verleihung nicht erschienen

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