FAZ: Gruner + Jahr stellt FTD ein

Publishing Nun berichtet auch die FAZ über die bevorstehende Einstellung der FTD. Die Zeitung habe allein in diesem Jahr ein Minus von zehn Millionen Euro vorzuweisen, bei 15 Millionen Miesen insgesamt bei den Wirtschaftsmedien. Die Blätter Impulse und Börse Online sollen verkauft werden. Der Vorstand von Gruner + Jahr - Julia Jäkel, Torsten-Jörn Klein und Achim Twardy - soll diese Beschlüsse am Dienstag getroffen haben. Der Aufsichtsrat werde den Plan morgen absegnen.

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Laut FAZ gebe es "etliche Interessenten" für die beiden Titel. Impulse erscheint monatlich und richtet sich an Unternehmer im Mittelstand. Börse Online ist ein klassischer Anlegertitel. Die Zeitschrift Capital wolle Gruner + Jahr behalten, aber in Berlin fortführen. Diese Entscheidung habe vor allem arbeitsrechtliche Gründe, so die FAZ. 

Für die FTD gebe es dagegen keine Zukunft – sie soll nach zwölf Jahren eingestellt werden. In dieser Zeit hätten sich Verluste von ca. 250 Millionen Euro angesammelt. Auch eine reine Digitalausgabe der FTD wurde vom Vorstand nach Prüfung der Optionen als nicht tragfähig erachtet.

Am Mittwoch um 12 Uhr tagt der G+J-Aufsichtsrat. Dieses Gremium muss den Vorstandsbeschluss, von dem nun die FAZ erfahren hat, noch absegnen. Zwar gibt es damit noch einen Funken Hoffnung für die Mitarbeiter, dass eine Reihe von Aufsichtsräten ausscheren – doch wahrscheinlich ist das angesichts der angehäuften verluste ohne ein Licht am Ende des Tunnels nicht.

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